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Autor: admin

„The Clash“: Lions empfangen die Hildesheim Invaders zum Lokalderby

Im zweiten Heimspiel der effect® Energy GFL-Saison 2026 kommt es am kommenden Samstag zum mit Spannung erwarteten Lokalderby: Die Braunschweig Lions treffen im Eintracht-Stadion auf die Hildesheim Invaders (30. Mai, Kick-off 16:00 Uhr).

Es ist bereits das 23. Aufeinandertreffen der beiden Traditionsmannschaften. Die Statistik spricht klar für die Lions, die 18 Duelle für sich entscheiden konnten. Der letzte Sieg der Invaders gegen Braunschweig liegt zudem bereits mehrere Jahrzehnte zurück und datiert aus dem Jahr 1989.

Invaders in Topform

Während die Lions bislang noch auf ihren ersten Saisonsieg warten, sind die Hildesheim Invaders optimal in die Spielzeit gestartet. Mit drei deutlichen Siegen aus drei Spielen führt das Team von Head Coach Marcus Herford aktuell die Nordgruppe an – knapp vor den Dresden Monarchs.

Ein Schlüssel zum Erfolg ist die Konstanz im Kader. In der Offseason konnten die Invaders einen Großteil ihrer Stammspieler halten und das Team gezielt verstärken.

Allen voran sorgt Quarterback Nelson Hughes, nach seiner Verletzung 2025 wieder zurück als Starter, für Furore. Mit über 900 Passing Yards und insgesamt zwölf Touchdowns sowie zusätzlich 110 Yards Raumgewinn und zwei weiteren Scores per Lauf gehört er aktuell zu den dominierenden Quarterbacks der Liga. Unterstützung erhält er weiterhin von Hendrik Scharnbacher, der ebenfalls eine wichtige Rolle im Angriffsspiel einnimmt.

Im Backfield ist Runningback Jeremie Kwanzambi Beni eine zentrale Stütze der Offense. Der Brite, der 2025 von den Allgäu Comets nach Hildesheim wechselte, war bereits in der vergangenen Saison bester Scorer seines Teams.

Als Top-Anspielstation hat sich bislang Wide Receiver Paul Terjung etabliert. Mit 19 Receptions für 380 Yards und vier Touchdowns zählt das deutsche Nachwuchstalent aktuell zu den besten Passempfängern der Liga. Darüber hinaus verfügt Hildesheim mit Spielern wie Philipp Dolezal, Pieter Solf und Matti Probst über ein breites und gefährliches Receiver-Corps.

Defense mit Qualität und Erfahrung

Auch defensiv sind die Invaders hervorragend aufgestellt. Linebacker Julian Thompson führt die Statistik als bester Tackler seines Teams an und überzeugt mit starken Leistungen, darunter mehrere Quarterback-Sacks und erzwungene Ballverluste.

Neu im Team ist mit Kyle Kitchens einer der auffälligsten Defensivspieler der Liga. Der US-Amerikaner bringt umfangreiche Erfahrung aus der GFL und der ELF mit und zeigt auch in dieser Saison wieder seine Klasse.

Ebenfalls ein bekanntes Gesicht in Braunschweig ist Willem Vancompernolle. Der ehemalige Lions-Spieler, der vor der Saison nach Hildesheim wechselte, hat sich nach einem Positionswechsel in der vergangenen Spielzeit zu einem wichtigen Bestandteil der Passverteidigung entwickelt.

Lions vor großer Herausforderung

Für die Braunschweig Lions bleibt die Situation weiterhin herausfordernd. Nach der deutlichen Niederlage zuletzt in Potsdam ist der Kader durch Verletzungen und Ausfälle weiter geschwächt. Besonders die jungen Spieler sind nun gefordert, gemeinsam mit den verbliebenen Routiniers Verantwortung zu übernehmen.

Dennoch dürfen sich die Fans auf ein intensives und emotionales Derby freuen. „The Clash“ verspricht ein spannendes Spiel mit vielen Highlights – und die Lions werden alles daransetzen, vor heimischer Kulisse ein Ausrufezeichen zu setzen.

Deutliche Niederlage der Braunschweig Lions bei den Potsdam Royals

Die Braunschweig Lions mussten sich am Wochenende beim amtierenden Deutschen Meister, den Potsdam Royals, deutlich mit 3:75 (0:32; 0:22; 0:7; 3:14) geschlagen geben. Unter sommerlichen Bedingungen fanden die personell angeschlagenen Braunschweiger über die gesamte Spielzeit hinweg kaum Mittel gegen die starken Gastgeber.

Die Royals bestimmten die Partie von Beginn an und setzten bereits im ersten Viertel früh klare Akzente. Die Defense der Potsdamer ließ dem Angriff der Lions um Quarterback Ryon Thomas nur wenig Raum zur Entfaltung. Gleichzeitig stellte die Offensive der Gastgeber die Braunschweiger Verteidigung immer wieder vor große Probleme. Vier Touchdowns im ersten Quarter sorgten bereits früh für eine deutliche Führung der Royals.

Auch im zweiten Spielabschnitt blieb Potsdam das dominierende Team. Zwar konnten die Lions nach einem eigenen Punt tief in der Hälfte der Royals den Ball sichern, doch die sich bietende Gelegenheit blieb ungenutzt. Ein Passversuch von Ryon Thomas wurde abgefangen und über nahezu das gesamte Feld zum Touchdown zurückgetragen. Mit drei weiteren Scores bauten die Royals ihre Führung bis zur Halbzeit auf 54:0 aus.

Nach der Pause nahmen die Gastgeber etwas Tempo aus dem Spiel und rotierten verstärkt durch ihre Reihen. Dennoch fanden die Lions weiterhin kaum Wege in die gegnerische Endzone, während die Potsdamer Offensive auch mit Spielern aus der zweiten Reihe erfolgreich blieb. Vor dem Schlussviertel stand es 61:0.

Direkt zu Beginn des vierten Quarters erhöhten die Royals auf 68:0. Im Anschluss gelang den Braunschweigern ihr bester Drive der Partie. Läufe von Ryon Thomas und Nils Bünger sowie ein Passfang von Peter Anderson brachten die Lions bis tief in die Hälfte der Gastgeber. Den einzigen Punktgewinn für Braunschweig erzielte schließlich Mark Peschelt mit einem erfolgreichen 37-Yard-Fieldgoal zum zwischenzeitlichen 68:3.

Den Schlusspunkt der Begegnung setzte Potsdams Nachwuchs-Quarterback Moritz Richter mit einem 18-Yard-Touchdownlauf zum Endstand von 75:3.

Für die Braunschweig Lions geht es nun mit zwei weiteren anspruchsvollen Aufgaben weiter. Bereits am 30. Mai wartet das Duell gegen die Hildesheim Invaders, ehe am 13. Juni die Partie gegen die Dresden Monarchs ansteht.

Scoreboard

08:00 – 41-Yard-TD-Pass X. Bullock auf M. Spiller (TPC X. Bullock)
16:00 – 27-Yard-TD-Pass X. Bullock auf E. Bakare (TPC M. McLeod)
24:00 – 3-Yard-TD-Pass X. Bullock auf M. McLeod (TPC X. Bullock)
32:00 – 5-Yard-TD-Pass X. Bullock auf E. Bakare (TPC P. Martin)
40:00 – 34-Yard-TD-Pass X. Bullock auf M. McLeod (TPC M. McLeod)
46:00 – 88-Yard-Interception-Return-TD R. Tomasello (TPC nicht gut)
54:00 – 10-Yard-TD-Pass X. Bullock auf C. Kyei (TPC F. Krause)
61:00 – 6-Yard-TD-Pass X. Bullock auf P. Martin (PAT H. Bals)
68:00 – 11-Yard-TD-Pass X. Bullock auf K. Tiamiu (PAT H. Bals)
68:03 – 37-Yard-Fieldgoal M. Peschelt
75:03 – 18-Yard-TD-Lauf M. Richter (PAT H. Bals)

Fotos: Fabian Uebe

Braunschweig Lions zu Gast beim Deutschen Meister

Am kommenden Samstag (23. Mai, Kick-off 16:00 Uhr, Sportpark Luftschiffhafen) treffen die Braunschweig Lions auswärts auf den amtierenden Deutschen Meister der effect® Energy GFL, die Potsdam Royals.

Für das Team von Head Coach Michael Vogt ist die Ausgangslage in der Saison 2026 nicht einfach. Zwar konnten nach dem erneuten Gewinn des GFL-Bowls viele Leistungsträger gehalten werden, doch mit Blick auf die starke Konkurrenz und den Verlauf des ersten Saisonspiels gegen die Berlin Rebels ist klar: Die Royals müssen sich auf eine herausfordernde Spielzeit einstellen.

Offense mit Klasse und Erfahrung

Auf der Quarterback-Position setzen die Potsdam Royals weiterhin auf den amtierenden GFL-Bowl MVP Xeavier Bullock. Der US-Amerikaner stieß im Laufe der Saison 2025 zum Team und konnte sich schnell als Starting Quarterback durchsetzen.

Für den zu den Berlin Rebels gewechselten Wide Receiver Nate Stewart verpflichteten die Royals Maximilian McLeod. Der US-Amerikaner überzeugte an der Colorado School of Mines mit beeindruckenden Zahlen: In 56 Spielen erzielte er über 4.600 Yards Raumgewinn und 54 Touchdowns. Damit gehört er zu den produktivsten Receivern in der Geschichte der NCAA Division II.

Mit Allrounder Heiko Bals bleibt zudem eine wichtige Offensivstütze im Team. Verstärkt wird das Backfield durch Runningback Chrisman Kyei, der von den Hamburg Sea Devils nach Potsdam wechselte und als einer der stärksten deutschen Spieler auf seiner Position gilt.

Defensive weiterhin stark besetzt

Auch defensiv sind die Royals hochkarätig aufgestellt. Linebacker Ryan Minniti führt die Defense an, unterstützt von den erfahrenen Defensive Backs Ronaldo Tomasello und Ruben De Ruyter, die zu den gefährlichsten Spielern der Liga auf ihrer Position zählen.

Neu im Team sind Linebacker Paul Stegemann sowie Defensive End Hunter Hewitt. Stegemann bringt Erfahrung aus Stationen bei Berlin Thunder und den Vienna Vikings mit. Hewitt, zuvor an der Southern Arkansas University aktiv, wurde von 2022 bis 2025 durchgehend als All-Conference-Spieler ausgezeichnet und zählt zu den vielversprechenden Verstärkungen der Royals.

Beide Teams mit unterschiedlichen Saisonstarts

Die Potsdam Royals starteten mit einem knappen 15:14-Sieg gegen die Berlin Rebels in die Saison. Nach einem 0:14-Rückstand zur Halbzeit kämpfte sich der Titelverteidiger eindrucksvoll zurück und drehte die Partie mit zwei Touchdowns sowie einem späten Field Goal von Heiko Bals.

Die Braunschweig Lions mussten sich hingegen in ihrem Heimspiel gegen die Kiel Baltic Hurricanes mit 17:24 geschlagen geben. Nach einer starken ersten Halbzeit und einer 10:0-Führung verloren die Lions nach der Pause zunehmend die Kontrolle über das Spiel. Kiel nutzte seine Möglichkeiten konsequent und sicherte sich in der Schlussphase den Sieg.

Damit stehen die Lions nach zwei Spielen weiterhin ohne Erfolg da – und mit dem amtierenden Deutschen Meister wartet nun die nächste große Herausforderung auf das Team.

Braunschweig Lions unterliegen im Heimauftakt knapp den Kiel Baltic Hurricanes

Die Braunschweig Lions haben ihr erstes Heimspiel der Saison in der effect® Energy GFL 2026 denkbar knapp verloren. Vor mehr als 2.000 Zuschauern im Eintracht-Stadion mussten sich die Löwen den Kiel Baltic Hurricanes nach einer bis zur letzten Minute spannenden Partie mit 17:24 (7:0; 3:0; 0:10; 7:14) geschlagen geben.

Die Hausherren gewannen den Coin Toss und entschieden sich zunächst für das Angriffsrecht. Nach einem starken Return von Brandon Potts bis an die eigene 39-Yard-Linie marschierten die Lions direkt in Richtung Kieler Endzone. Quarterback Ryon Thomas verteilte die Bälle variabel an seine Receiver und sorgte mit eigenen Läufen zusätzlich für wichtige Raumgewinne. Die frühe 7:0-Führung (PAT Mark-Robin Peschelt) erzielte Wide Receiver Peter Anderson nach einem 15-Yard-Pass von Thomas.

Auch die Defense der Braunschweiger war von Beginn an hellwach. Zwar arbeiteten sich die Gäste um Quarterback PJ Settles bis kurz vor die Endzone der Lions vor, doch im entscheidenden Moment verhinderte die Verteidigung den Ausgleich.

Im zweiten Viertel dominierten zunächst die Defensivreihen beider Teams. Sowohl starke Aktionen der Verteidiger als auch individuelle Fehler und Ballverluste verhinderten weitere Punkte. Ein Highlight aus Sicht der Lions setzte Brandon Potts mit seiner ersten Interception im Trikot der Braunschweiger. Offensiv sorgten vor allem Peter Anderson und Leon Kusterer immer wieder für wichtige First Downs und Raumgewinn. Kurz vor der Halbzeitpause baute schließlich Mark-Robin Peschelt – später zum Game-MVP der Lions gewählt – die Führung mit einem 33-Yard-Field-Goal auf 10:0 aus.

Die Halbzeitpause schien den Gästen aus Kiel allerdings gutgetan zu haben. Von Beginn der zweiten Hälfte an wirkten die Hurricanes deutlich besser eingestellt. Vor allem Running Back Maximilian Lundahl fand immer wieder Lücken in der Braunschweiger Defense, während Wide Receiver Jarvis McClam für Gefahr im Passspiel sorgte. Den ersten Kieler Punktegewinn erzielte Anousheh Fulford mit einem 32-Yard-Field-Goal zum 10:3.

Die Lions fanden offensiv im dritten Viertel nur schwer zurück in ihren Rhythmus. Zwar gelangen weiterhin einzelne sehenswerte Spielzüge, doch weitere Punkte blieben zunächst aus. Kiel nutzte dies konsequent aus und arbeitete sich mit variablem Passspiel sowie Läufen von Lundahl weiter nach vorne. Der Ausgleich zum 10:10 (PAT Fulford) gelang schließlich Jarvis McClam nach einem 28-Yard-Touchdown-Pass von PJ Settles.

Mit diesem Spielstand ging es in den entscheidenden letzten Spielabschnitt. Vor allem mit Läufen von Quarterback Ryon Thomas arbeiteten sich die Lions tief in die Hälfte der Gäste vor. Ein spektakulärer Catch von Leon Kusterer an der Ein-Yard-Linie der Hurricanes bereitete schließlich die erneute Führung vor. Diese erzielte Arvid Lippels nach einem Acht-Yard-Pass von Thomas zum 17:10 (PAT Peschelt).

Die Antwort der Hurricanes ließ jedoch nicht lange auf sich warten. Erneut war es Jarvis McClam, der eine Unachtsamkeit in der Lions-Defense ausnutzte und nach einem Pass von PJ Settles über mehr als 40 Yards zum 17:17-Ausgleich (PAT Fulford) in die Endzone lief.

Der anschließende Drive der Lions begann tief in der eigenen Hälfte. Finn Oppermann, Peter Anderson und Ryon Thomas führten ihr Team Yard um Yard bis in die Kieler Hälfte. Im vierten Versuch an der 36-Yard-Linie der Hurricanes mussten die Braunschweiger den Ball jedoch abgeben.

Mit noch knapp zwei Minuten auf der Uhr bekam Kiel eine letzte Chance – und nutzte sie. Mit kurzen Pässen und Läufen arbeiteten sich die Gäste bis an die 43-Yard-Linie der Lions vor. Dort überraschte PJ Settles die Braunschweiger Verteidigung mit einem eigenen Lauf in Richtung Endzone. Zwar konnte Linebacker Taylor Pawelkoski den Ball kurz vor der Goalline aus den Armen des Kieler Quarterbacks schlagen, doch Hurricanes-Receiver Michel Peschel reagierte am schnellsten und sicherte den freien Ball in der Endzone zum spielentscheidenden 17:24 (PAT Fulford).

Die Lions versuchten anschließend bei noch 25 verbleibenden Sekunden ein letztes Comeback, mussten sich letztlich jedoch nach einer Interception von Kiel-Linebacker Tieu Long Otte geschlagen geben.

Damit bleiben die Braunschweig Lions trotz einer deutlichen Leistungssteigerung im Vergleich zur Vorwoche in Dresden auch im zweiten Saisonspiel ohne Sieg. Bereits in der kommenden Woche wartet mit dem amtierenden Deutschen Meister aus Potsdam die nächste schwere Aufgabe.

Scoreboard

07:00  15 Yard TD-Pass R. Thomas auf P. Anderson (PAT M.-R. Peschelt)
10:00  33 Yard Fieldgoal M.-R. Peschelt
10:03  32 Yard Fieldgoal A. Fulford
10:10  28 Yard TD-Pass PJ Settles auf J. McClam (PAT A. Fulford)
17:10    8 Yard TD-Pass R. Thomas auf A. Lippels (PAT M.-R. Peschelt)
17:17  40 Yard TD-Pass PJ Settles auf J. McClam (PAT A. Fulford)
17:24 Fumble-Recovery TD in Endzone M. Peschel

 

Fotos: Fabian Uebe

Heimauftakt der Braunschweig Lions: Kiel Baltic Hurricanes zu Gast im Eintracht-Stadion

Am kommenden Samstag steht für die Braunschweig Lions der Heimauftakt der effect® Energy GFL-Saison 2026 an. Zu Gast im Eintracht-Stadion sind die Kiel Baltic Hurricanes (16. Mai, Kick-off 16:00 Uhr).

Nach der deutlichen Niederlage am vergangenen Wochenende gegen die starken Dresden Monarchs gilt für das Team von Head Coach Brayden McCombs nun: Spiel abhaken, aus den Fehlern lernen und den Fokus voll auf die kommenden Aufgaben richten – allen voran auf das erste Heimspiel der Saison.

Mit den Kiel Baltic Hurricanes wartet dabei erneut eine anspruchsvolle Aufgabe auf die Lions.

Gefährliche Offense der Hurricanes

Die Hurricanes verfügen mit Quarterback PJ Settles über einen der stärksten Spielmacher der GFL. Der US-Amerikaner, der bereits 2021 mit den Potsdam Royals das Halbfinale erreichte, überzeugt sowohl mit seinem starken Passspiel als auch mit seiner Mobilität. In der Saison 2025 verbuchte er 25 Touchdown-Pässe bei nur sechs Interceptions sowie neun weitere Scores per Lauf. Collegiate-Erfahrung sammelte Settles am Rhodes College, bevor er zuletzt in einer amerikanischen Indoor-Liga aktiv war.

Verstärkung erhielt das Team zudem durch seinen Landsmann Jarvis McClam, der 2026 von den Hamburg Sea Devils nach Kiel wechselte. Nach Stationen an der Seton Hill University, in Australien bei den Brisbane Rhinos sowie mehreren Jahren bei den Langenfeld Longhorns sammelte der 31-Jährige unter anderem GFL-Erfahrung bei den Cologne Crocodiles. Weitere Stationen führten ihn nach Innsbruck und Hamburg, bevor er nun nach Deutschland zurückkehrt.

Im Backfield bleibt Runningback Lorenz Rotermund eine zentrale Figur im Angriff von Head Coach Timo Zorn. Mit rund 800 Yards Raumgewinn und neun Touchdowns bei 146 Laufversuchen in der vergangenen Saison zählt er zu den verlässlichsten Leistungsträgern der Offensive.

Starke Defensive und internationale Verstärkung

Auch defensiv sind die Hurricanes gut aufgestellt. Unter der Leitung von Defense Coordinator Carsten Dohm zählen erneut CJ Davis und Robert Revels zu den Schlüsselspielern. Passverteidiger CJ Davis geht bereits in seine sechste Saison im Trikot der Hurricanes und gehört weiterhin zu den besten seines Fachs in der Liga. Linebacker Robert Revels, der 2025 ebenfalls zu den Top-Performern der GFL zählte, geht in sein fünftes Jahr in Kiel.

Ergänzt wird das Team durch das britische Duo Anousheh Fulford und Tion Fortune. Fulford erzielte in der vergangenen Saison 84 Punkte als Wide Receiver und Kicker, während Fortune mit 38,5 Tackles zweitbester Verteidiger der Hurricanes war.

Für zusätzliche Stabilität sorgt die verstärkte Offensive Line: Mit dem Briten Owen Smith, dem Franzosen Mamadou Cissokho und dem Australier Brereton Littlecott haben die Hurricanes gleich drei internationale Neuzugänge verpflichtet.

Lions setzen auf Heimstärke

Die Braunschweig Lions stehen weiterhin vor personellen Herausforderungen und müssen verletzungsbedingte Ausfälle im Kader kompensieren. Dennoch soll der Heimauftakt vor den eigenen Fans im Eintracht-Stadion zusätzliche Energie freisetzen.

Besonders emotional: Erstmals seit 2010 laufen die Lions wieder unter dem traditionsreichen Namen „Braunschweig Lions“ auf. Vor heimischer Kulisse will das Team ein Zeichen setzen und zeigen, was in ihm steckt.

Braunschweig Lions müssen sich starken Dresden Monarchs geschlagen geben

Vor knapp 8.500 Zuschauern im Dresdner Heinz-Steyer-Stadion mussten sich die Braunschweig Lions zum Auftakt der effect® Energy GFL-Saison 2026 den Dresden Monarchs deutlich mit 8:47 (0:14 / 0:16 / 0:14 / 8:3) geschlagen geben. Gegen den deutschen Vizemeister zahlten die Lions in vielen Situationen Lehrgeld, zeigten im Schlussviertel aber Moral und kämpften sich immerhin noch auf das Scoreboard.

Die Lions gewannen den Coin Toss und eröffneten die Partie mit ihrer Offense. Quarterback Ryon Thomas führte sein Team zunächst mit Läufen und kurzen Pässen bis an die 31-Yard-Linie der Monarchs. Im nächsten Spielzug erhöhte die Dresdner Defense jedoch den Druck und brachte Thomas zu Boden. Beim Sack verlor der Lions-Quarterback unglücklich den Ball, den die Gastgeber sichern konnten.

Die Braunschweiger Defense war zunächst aufmerksam und stoppte den ersten Angriff der Monarchs auf Höhe der Mittellinie. Doch auch der folgende Drive der Lions endete mit einem Ballverlust: Finn Oppermann verlor das Spielgerät an der eigenen 20-Yard-Linie. Die Monarchs nutzten das Geschenk konsequent aus und gingen durch einen 19-Yard-Touchdown-Lauf von Tufonmi Lala mit 7:0 in Führung.

Im Anschluss mussten die Lions punten, während Dresden offensiv immer besser ins Spiel fand. Zwar sorgte Taylor Pawelkoski mit einem starken Tackle gegen Monarchs-Quarterback Rocky Lombardi zunächst für einen Raumverlust von zwölf Yards, doch bereits im nächsten Spielzug schlug Dresden tief zu: Lombardi fand Wide Receiver Janne Särkelä mit einem 85-Yard-Pass zum 14:0.

Auch im zweiten Quarter fanden die Lions offensiv kaum Mittel gegen die starke Verteidigung der Gastgeber. Gleichzeitig blieb Dresden hocheffektiv. Immer wieder setzte Rocky Lombardi seine Receiver in Szene – insbesondere Montigo Moss, der einen sechs Yards langen Touchdown-Pass zum 21:0 verwertete.

Zu allem Überfluss unterlief den Lions anschließend ein weiteres Missgeschick im Special Team: Ein zu hoher Snap bei einem Puntversuch rollte durch die eigene Endzone ins Aus und führte zu einem Safety sowie zum 23:0 für die Monarchs.

Noch vor der Halbzeit erhöhte erneut Tufonmi Lala mit einem 23-Yard-Lauf auf 30:0. Zwar gelang es den Braunschweigern kurz vor der Pause noch einmal, tief in die gegnerische Hälfte vorzudringen, doch auch ein ausgespielter vierter Versuch brachte keine Punkte ein.

Nach der Halbzeitpause knüpften die Monarchs nahtlos an ihre dominante Vorstellung an. Rocky Lombardi erhöhte mit einem eigenen Lauf auf 37:0, ehe Janne Särkelä mit seinem zweiten Touchdown des Tages – nach einem 23-Yard-Pass – den Spielstand auf 44:0 stellte.

Erst im Schlussviertel fanden die Lions offensiv besser in die Partie. Zwar erhöhte Dresdens Kicker Florian Finke zunächst per 32-Yard-Field-Goal auf 47:0, doch anschließend zeigte die Offense der Braunschweiger noch einmal ihr Potenzial. Vor allem die Verbindung zwischen Quarterback Ryon Thomas und Tight End Jonathan ter Horst funktionierte nun deutlich besser.

Den verdienten Touchdown zum 47:6 erzielte schließlich Jonathan ter Horst nach einem sechs Yards langen Pass von Thomas. Auch die anschließende Two-Point-Conversion gelang: Ryon Thomas fand Peter Anderson zum 47:8-Endstand.

Trotz der deutlichen Niederlage zeigte sich insbesondere im letzten Viertel, dass die Lions weiterhin Entwicklungspotenzial besitzen. Für das Team von Headcoach Brayden McCombs gilt es nun, die Partie gründlich zu analysieren, Fehler aufzuarbeiten und die richtigen Lehren daraus zu ziehen.

Bereits in der kommenden Woche wartet die nächste Herausforderung: Dann empfangen die Braunschweig Lions im ersten Heimspiel der neuen Saison die Kiel Baltic Hurricanes.

Scoreboard

  • 07:00 – 19 Yard TD-Lauf T. Lala (PAT F. Finke)
  • 14:00 – 16 Yard TD-Pass R. Lombardi auf J. Särkelä (PAT F. Finke)
  • 21:00 – 6 Yard TD-Pass R. Lombardi auf M. Moss (PAT F. Finke)
  • 23:00 – Safety, Ball über die Endzone ins Aus
  • 30:00 – 23 Yard TD-Lauf T. Lala (PAT F. Finke)
  • 37:00 – 3 Yard TD-Lauf R. Lombardi (PAT F. Finke)
  • 44:00 – 23 Yard TD-Pass R. Lombardi auf J. Särkelä (PAT F. Finke)
  • 47:00 – 32 Yard Field Goal F. Finke
  • 47:08 – 6 Yard TD-Pass Ryon Thomas auf Jonathan ter Horst (TPC Peter Anderson)
Fotos: Fabian Uebe

Braunschweig Lions starten beim Vizemeister in die Saison 2026

Am kommenden Samstag hat das Warten ein Ende: Die „neuen“ Braunschweig Lions starten in die effect® ENERGY GFL‑Saison 2026. Zum Saisonauftakt wartet dabei direkt ein echter Härtetest, denn Gegner sind die Dresden Monarchs – der amtierende deutsche Vizemeister.

Bei den Lions hat sich nicht nur der Name geändert. Unter dem neuen Cheftrainer Brayden McCombs wurde auch der Kader im Vergleich zum Vorjahr auf vielen Positionen neu aufgestellt.

Offense mit neuer Führung und bekannten Leistungsträgern

Im Angriff der Braunschweiger sticht mit Runningback Finn Oppermann ein wichtiger Baustein heraus. Der Nationalspieler zählt seit Jahren zu den Leistungsträgern des Teams. Auf der Quarterback-Position übernimmt der 23‑jährige US-Amerikaner Ryon Thomas das Kommando. Im Vorbereitungsspiel gegen die Hamburg Pioneers überzeugte er mit 19 von 22 erfolgreichen Passversuchen für 329 Yards und sechs Touchdowns sowie weiteren 105 Yards Raumgewinn aus eigenen Läufen – eine Leistung, die unterstreicht, welches Potenzial in ihm steckt.

Als Anspielstationen stehen Thomas mit Leon Kusterer und Arvid Lippels zwei sowohl in der GFL als auch in der ELF erfahrene Receiver zur Verfügung. Hinzu kommt mit Peter Anderson ein weiterer routinierter US-Amerikaner. Auf der Tight-End-Position gehört mit Jonathan ter Horst zudem ein Rückkehrer zum Kader.

Ein entscheidender Faktor im Angriff ist auch 2026 die Offense Line. Dort müssen sich junge Spieler wie Lauritz Pohle, Jan Mattes Selle oder der Neuzugang aus Großbritannien, Duygu Özkor, beweisen, werden dabei aber von erfahrenen Akteuren wie Nils Munderloh unterstützt.

Junge Defense mit internationaler Verstärkung

Auch in der Verteidigung zeigt sich ein ähnliches Bild wie in der Offense: Nur wenige Leistungsträger aus dem Team 2025 sind geblieben. In der Defensive Line ist weiterhin Fynn Walther gesetzt. Bei den Linebackern übernimmt Leon Schwarz mehr Verantwortung und gehört zudem zu den vier Teamkapitänen der Lions. Im Backfield steht mit Louis Bergeron ebenfalls ein Teamkapitän und Rückkehrer.

Verstärkt wurde die Defense durch erfahrene Spieler wie Jeremy Sarfo, Jamal Okeke und Dominic Yaw, die in der Saison 2025 für die Hamburg Sea Devils aktiv waren. Mit Linebacker Taylor Pawelkoski und Defensive Back Brandon Potts kamen zudem zwei US-Amerikaner nach Braunschweig, die zuletzt in der GFL 2 für die Hamburg Pioneers spielten. Für Pawelkoski ist das Spiel in Dresden ein besonderes Wiedersehen, da er 2024 seine erste Saison in Deutschland bei den Dresden Monarchs absolvierte.

Dresden Monarchs mit Konstanz im Kader

Der Gegner aus Dresden konnte im Vergleich zur Vorsaison viele Leistungsträger halten. So stehen Head Coach Greg Seamon weiterhin unter anderem Runningback Tofunmi Lala, die Wide Receiver Anthony Tittel und Janne Särkelä sowie die Offense‑Line‑Veteranen Aaron Wahl und Philip Most zur Verfügung.

Verstärken mussten sich die Sachsen allerdings auf der Spielmacherposition, da Quarterback Justin Miller sowie der beste Ballfänger der GFL‑Saison 2025, Tyler Hudson, nicht mehr zum Kader gehören. Als neuer Quarterback wurde Rocky Lombardi verpflichtet. Der US-Amerikaner spielte College Football bei den Michigan State Spartans (2017–2020) und Northern Illinois (2021–2023), stand 2024 als Undrafted Free Agent kurzzeitig bei den Cincinnati Bengals unter Vertrag und lief 2025 in der UFL für die Michigan Panthers auf.

Als Ersatz für Tyler Hudson holten die Monarchs mit Montigo Moss den Sohn des ehemaligen NFL‑Star‑Receivers Randy Moss nach Dresden. Der 23‑Jährige kommt von der University of Maine.

Auch defensiv finden sich im Kader der Monarchs viele bekannte Namen wieder, darunter Linebacker Logan Mobelini, Florian zur Nieden und Chris Noack, die Safetys Devonni Reed und Niklas Müller, Passverteidiger Jason Denneboom sowie die Defensive Linemen Jonas Schulte und Eric Hausschild. Zusätzlich verstärkten sich die Dresdner mit Spielern aus Spanien, Finnland und Frankreich.

Saisonauftakt als Standortbestimmung

Für das junge Team der Braunschweig Lions wird das Gastspiel im Dresdner Heinz-Steyer-Stadion eine echte Bewährungsprobe und wichtige Standortbestimmung. Kick-off ist am 9. Mai 2026 um 16:00 Uhr.

Fans der Braunschweig Lions, die das Team nach Dresden begleiten möchten, haben weiterhin die Möglichkeit, einen Platz im Fanbus des Fanclubs Lionhearts zu buchen.
Alle Informationen dazu gibt es auf der Webseite des Fanclubs unter www.lionhearts.de oder per E-Mail an info@lionhearts.de.