Skip to main content

Autor: admin

Braunschweig Lions gewinnen Herzschlagfinale in Berlin

Mit einer großartigen geschlossenen Mannschaftsleistung und einer beeindruckenden Aufholjagd im letzten Spielviertel haben die Braunschweig Lions ihre Saison in der effect® Energy GFL 2026 mit einem echten Herzschlagfinale beendet. Nach einem zwischenzeitlichen 0:20-Rückstand drehten die Löwen die Partie bei den Berlin Rebels und siegten am Ende knapp, aber verdient mit 23:20 (0:14; 3:6; 0:0; 20:0). Damit schließen die Lions die Saison auf dem fünften Tabellenplatz der Gruppe Nord ab – eine Platzierung, mit der nach dem schwierigen Saisonstart wohl nur wenige gerechnet hatten.

Die Partie begann für die Braunschweiger alles andere als glücklich. Die Lions gewannen den Coin Toss und entschieden sich für das Angriffsrecht in der zweiten Halbzeit. Somit starteten die Gastgeber mit dem Ball und benötigten nur wenige Spielzüge, um durch Filip Uderhardt nach einem 15-Yard-Pass von Tyquell Fields mit 7:0 in Führung zu gehen. Im Angriff der Braunschweig Lions lief zu Beginn dagegen nur wenig zusammen. Sowohl im Lauf- als auch im Passspiel fehlte der Rhythmus. Pässe fanden nicht ihr Ziel oder wurden fallengelassen und auch am Boden fanden die Lions kaum Lücken. Die Berlin Rebels hingegen spielten im ersten Viertel nahezu fehlerfrei und punkteten auch in ihrem zweiten Drive. Jessey Darby erhöhte mit einem 32-Yard-Touchdownlauf auf 14:0.

Auch nach dem ersten Seitenwechsel fanden die Lions zunächst nicht besser ins Spiel. Tyquell Fields nutzte die Gelegenheit und erhöhte mit einem 11-Yard-Lauf auf 20:0. Der anschließende Extrapunkt misslang. Zwar gelang der Braunschweiger Offense um Quarterback Ryon Thomas im folgenden Drive das erste First Down der Partie, doch die Freude darüber währte nur kurz. Ein Passversuch von Thomas landete unglücklich in den Armen von Rebels-Verteidiger Paul Seifert und das Angriffsrecht wechselte erneut. Zusätzlich mussten die Lions die verletzungsbedingten Ausfälle von Taylor Pawelkowski und Mika Schunack verkraften. Damit waren vor allem in der Defense Spieler gefordert, die sonst nicht immer im Mittelpunkt stehen. Wer zu diesem Zeitpunkt glaubte, die Partie sei angesichts des 0:20-Rückstands bereits entschieden, sollte sich täuschen. Die zuvor dreimal überwundene Braunschweiger Verteidigung fand immer besser ins Spiel und ließ bis zum Ende der Partie keine weiteren Punkte mehr zu. Auch die Offense stabilisierte sich zunehmend. Kurz vor der Halbzeit brachte Mark-Robin Peschelt mit einem 27-Yard-Fieldgoal die ersten Braunschweiger Punkte zum 3:20 auf die Anzeigetafel. Vorausgegangen war ein starker Drive, der an der eigenen 13-Yard-Linie begonnen und die Lions nahezu über das gesamte Feld geführt hatte.

Nach der Halbzeitpause machten sich die Lions direkt wieder auf den Weg in Richtung Berliner Endzone. Mit Pässen auf Leon Kusterer, Peter Anderson, Finn Wilts und Aaron Lawson sowie Läufen von Ryon Thomas arbeitete sich die Offense bis an die Fünf-Yard-Linie der Rebels vor. Dort unterlief den Braunschweigern jedoch der nächste folgenschwere Fehler. Q Bouldin fing einen Passversuch von Thomas ab und trug den Ball bis an die Mittellinie zurück. Doch trotz der guten Ausgangsposition konnten die Rebels daraus kein Kapital schlagen. Die inzwischen hellwache Braunschweiger Defense hielt erneut stand, ließ die Berliner nicht mehr in die Nähe der Endzone kommen und schuf damit die Grundlage für eine Aufholjagd, die es in sich haben sollte.

Mit Beginn des vierten und letzten Spielabschnitts kippte die Partie endgültig. Ryon Thomas fand nun immer wieder seine Anspielstationen, wobei sich besonders Aaron Lawson zu einer wichtigen Stütze im Braunschweiger Passspiel entwickelte. Den ersten Touchdown der Lions erzielte Finn Wilts mit einem Ein-Yard-Lauf zum 9:20. Der Extrapunkt misslang. Die Defense setzte anschließend ihre starke zweite Hälfte fort und zwang die Berliner Offense nach nur vier Versuchen wieder vom Feld. Die Lions machten offensiv genau dort weiter, wo sie aufgehört hatten, und marschierten erneut Yard für Yard über das Feld. Ryon Thomas fand Leon Kusterer mit einem 18-Yard-Pass zum Touchdown. Die anschließende Two-Point-Conversion auf Peter Anderson war erfolgreich – plötzlich stand es nur noch 17:20. Der folgende Onside-Kick-Versuch der Lions scheiterte zwar, doch auf die Braunschweiger Verteidigung war weiterhin Verlass. Erneut stoppte sie die Rebels und gab ihrer Offense damit tatsächlich noch einmal die Chance, die Partie zu drehen.

Etwas mehr als eine Minute und 30 Sekunden standen, noch auf der Uhr, als die Braunschweig Lions an der eigenen Fünf-Yard-Linie zu ihrem möglicherweise letzten Drive der Saison aufs Feld kamen. Ryon Thomas führte seine Mannschaft bis an die eigene 43-Yard-Linie. Nur noch etwas mehr als zehn Sekunden und ein Spielzug blieben dem Team von Head Coach Brayden McCombs. Die Rebels waren dem Sieg zum Greifen nah – doch Ryon Thomas und Finn Wilts hatten andere Pläne. Thomas nahm den Snap und fand Wilts mit einem tiefen Pass. Der Braunschweiger Ballfänger nahm den Ball auf und lief unberührt über 57 Yards bis in die Endzone der Rebels. Touchdown Lions – 23:20! Aus einem 0:20-Rückstand war innerhalb eines Viertels eine Braunschweiger Führung geworden. Die Two-Point-Conversion blieb anschließend zwar erfolglos, doch Berlin bekam noch eine allerletzte Chance. Kicker Kris Cain trat bei auslaufender Uhr zu einem 48-Yard-Fieldgoal zum möglichen Ausgleich an. Der Versuch verfehlte jedoch sein Ziel – und damit war der Auswärtssieg perfekt.

Nach dem verschlafenen Start, einem 0:20-Rückstand und mehreren Rückschlägen bewiesen die Braunschweig Lions eindrucksvoll Moral. Die Defense ließ nach dem dritten Berliner Touchdown keinen einzigen weiteren Punkt zu, während die Offense im Schlussviertel 20 unbeantwortete Punkte erzielte und die Partie noch drehte. Damit beenden die Lions ihre Saison 2026 mit einem emotionalen Auswärtssieg und auf Platz fünf der Nordgruppe. Ein Abschluss, der noch einmal deutlich zeigte, welche Entwicklung die Mannschaft von Head Coach Brayden McCombs im Laufe dieser Saison genommen hat.

Scoreboard

0:7 – 15-Yard-TD-Pass T. Fields auf F. Uderhardt (PAT K. Cain)
0:14 – 32-Yard-TD-Lauf J. Darby (PAT K. Cain)
0:20 – 11-Yard-TD-Lauf T. Fields (PAT nicht gut)
3:20 – 27-Yard-Fieldgoal M. Peschelt
9:20 – 1-Yard-TD-Lauf F. Wilts (PAT nicht gut)
17:20 – 18-Yard-TD-Pass R. Thomas auf L. Kusterer (TPC P. Anderson)
23:20 – 57-Yard-TD-Pass R. Thomas auf F. Wilts (TPC nicht gut)

 

Fotos: Fabian Uebe

Endspiel um den Klassenerhalt: Braunschweig Lions reisen zu den Berlin Rebels

Am kommenden Samstag, den 29. August 2026, wartet auf die Braunschweig Lions eines der wichtigsten Spiele der Saisonin der effect® Energy GFL 2026. Im traditionsreichen Mommsenstadion treffen die Löwen um 16 Uhr auf die Berlin Rebels. Für beide Mannschaften geht es dabei um weit mehr als nur den letzten Sieg der regulären Saison.

Ein Spiel mit enormer Bedeutung

Die Ausgangslage könnte kaum dramatischer sein. Sowohl die Braunschweig Lions als auch die Berlin Rebels haben die Playoff-Plätze bereits verpasst und befinden sich im Tabellenkeller der GFL Nord. Aktuell stehen die Lions bei drei Siegen und acht Niederlagen, die Rebels bei zwei Siegen und acht Niederlagen.

Damit wird das direkte Duell in Berlin zu einem echten Endspiel im Kampf um den Klassenerhalt. Der Sieger der Partie wird die Saison vor dem Konkurrenten abschließen und hat mit der Relegation nichts mehr zu tun. Der Verlierer hingegen muss in die Relegation gegen den Siebtplatzierten der GFL Süd und um den Verbleib in Deutschlands höchster Spielklasse kämpfen. Das Duell im Mommsenstadion besitzt daher Playoff-Atmosphäre, obwohl es für beide Teams nicht mehr um die Meisterschaft geht.

Saisonverlauf der Braunschweig Lions

Für die Lions begann die Saison mit einem schwierigen Auftaktprogramm gegen einige der stärksten Teams der Liga. Niederlagen gegen die Dresden Monarchs, die Potsdam Royals und die Hildesheim Invaders erschwerten früh den Kampf um die oberen Tabellenplätze.

Trotzdem zeigte die Mannschaft von Head Coach Brayden McCombs im Verlauf der Saison immer wieder ihr Potenzial. Siege gegen die Düsseldorf Panther, die Straubing Spiders und die Saarland Hurricanes bewiesen, dass die Löwen mit vielen Teams der Liga mithalten können. Die Offense um Quarterback Ryon Thomas entwickelte sich dabei zunehmend weiter und produzierte im Laufe der Saison regelmäßig Punkte.

Nach der Niederlage gegen den amtierenden Deutschen Meister Potsdam Royals am vergangenen Spieltag richtet sich der volle Fokus nun auf das entscheidende Saisonfinale in Berlin.

Saisonverlauf der Berlin Rebels

Die Saison der Berliner verlief ähnlich wechselhaft. Bereits zum Saisonauftakt verlangten die Rebels den Potsdam Royals beim knappen 14:15 alles ab und bewiesen ihr Potenzial gegen Spitzenteams. Es folgten ein bemerkenswerter Auswärtssieg bei den Pforzheim Wilddogs sowie mehrere enge Begegnungen gegen hochklassige Gegner.

Allerdings gelang es den Hauptstädtern nicht, diese Leistungen konstant abzurufen. Niederlagen gegen die Spitzenteams der Nordgruppe und zuletzt gegen die Hildesheim Invaders ließen die Rebels auf den letzten Tabellenplatz zurückfallen. Nun bietet sich ihnen im eigenen Stadion die letzte Gelegenheit, die Relegation noch abzuwenden.

Auf diese Spieler der Berlin Rebels müssen die Lions achten

Tyquell Fields (Quarterback)

Der Motor der Berliner Offense bleibt Quarterback Tyquell Fields. Mit seiner Athletik und Mobilität kann er Spiele sowohl durch die Luft als auch am Boden beeinflussen. Besonders außerhalb der Pocket ist Fields gefährlich und kann aus scheinbar gestoppten Spielzügen große Raumgewinne erzielen.

Nate Stewart (Wide Receiver)

Zu den bekanntesten Waffen der Rebels gehört weiterhin Nate Stewart. Der ehemalige Receiver der Potsdam Royals zählt zu den explosivsten Passempfängern der GFL und kann mit einem einzigen Spielzug den Verlauf einer Partie verändern.

Filip Uderhardt (Wide Receiver)

Mit Filip Uderhardt verfügen die Berliner über eine weitere zuverlässige Anspielstation. Besonders in wichtigen Situationen und in der Red Zone gehört er zu den bevorzugten Zielen im Passspiel der Rebels.

Naz Bombata (Running Back)

Running Back Naz Bombata sorgt für die notwendige Balance im Berliner Angriffsspiel. Gelingt es den Rebels, ihr Laufspiel zu etablieren, entstehen zusätzliche Räume für Tyquell Fields und das vertikale Passspiel.

Paul Seifert (Linebacker)

In der Defense zählt Paul Seifert zu den wichtigsten Akteuren der Rebels. Als Leading Tackler der Berliner Verteidigung ist er regelmäßig dort zu finden, wo gegnerische Drives gestoppt werden. Seine Präsenz gegen das Laufspiel wird eine große Herausforderung für die Lions-Offense darstellen.

Exavier Edwards (Defensive Back)

Für Big Plays in der Secondary der Berlin Rebels sorgt Exavier Edwards. Der Defensive Back zählt zu den auffälligsten Verteidigern der Berliner und hat im Verlauf der Saison mehrfach gezeigt, wie schnell er Ballgewinne und Turnover erzwingen kann. Mit seiner Athletik und seinem Gespür für das Passspiel des Gegners ist Edwards ein Spieler, den die Lions-Offense jederzeit auf dem Radar haben muss. Seine Fähigkeit, enge Passing Windows zu schließen und tiefe Pässe zu verteidigen, macht ihn zu einem wichtigen Baustein der Berliner Verteidigung.

Jonas Gacek (Defensive Line)

Ebenfalls eine wichtige Rolle in der Defense der Rebels spielt Jonas Gacek. Der Verteidiger gehört zu den konstantesten Akteuren der Berliner Front Seven und sorgt regelmäßig für Druck auf den gegnerischen Quarterback. Gerade in Situationen, in denen die Defense ein Big Play benötigt, zählt Gacek zu den Spielern, die Spiele mit einem Sack oder einem Tackle for Loss entscheidend beeinflussen können.

Schlüssel zum Spiel

Für die Lions wird es entscheidend sein, Ballverluste zu vermeiden und früh Kontrolle über das Spiel zu gewinnen. Die Defense muss Tyquell Fields unter Druck setzen und verhindern, dass die Berliner Offense mit ihren Playmakern ins Rollen kommt.

Die Rebels wiederum werden versuchen, den Heimvorteil im Mommsenstadion zu nutzen und die Partie möglichst lange offen zu halten. Gerade in einem Spiel, bei dem für beide Teams die gesamte Saison auf dem Spiel steht, können einzelne Big Plays oder Turnover den Unterschied ausmachen.

Do-or-Die in Berlin

Wenn am Samstag der Kick-off im Mommsenstadion erfolgt, gibt es keine Rechenspiele mehr. Für beide Teams ist die Ausgangslage klar: Der Sieger sichert sich den direkten Klassenerhalt in der GFL. Der Verlierer muss den Umweg über die Relegation gegen den Siebtplatzierten der GFL Süd nehmen.

Die Fans dürfen sich deshalb auf ein intensives, emotionales und hochspannendes Duell freuen, in dem zwei traditionsreiche Programme um ihre Zukunft in der höchsten deutschen Spielklasse kämpfen. Für alle Fans der Lions, welche noch live bei, Spiel in Berlin dabei sein wollen, besteht noch die Möglichkeit der Mitfahrt im Bus des Fanclub Lionhearts. Alle Infos dazu findet ihr auf der
Webseite lionhearts.de

effect® Energy GFL 2026
**Berlin Rebels vs. Braunschweig Lions
📅 Samstag, 29. August 2026
🕓 Kick-off: 16:00 Uhr
🏟 Mommsenstadion Berlin

Braunschweig Lions finden gegen starke Royals kein Mittel

Vor knapp 2.000 Zuschauern im Braunschweiger Eintracht-Stadion hatten die personell angeschlagenen Braunschweig Lions gegen den amtierenden Deutschen Meister, die Potsdam Royals, einen schweren Stand. Am Ende der Partie in der effect® Energy GFL 2026 stand ein deutliches 0:61 (0:20; 0:14; 0:7; 0:20) zugunsten der Gäste auf der Anzeigetafel. Für die Royals war es bereits der dritte Sieg in Folge ohne Gegenpunkte.

Von Beginn an taten sich die Lions mit dem Angriffsspiel der Potsdamer schwer. Vor allem das Laufspiel über Chrisman Kyei und Heiko Bals stellte die Braunschweiger Defense immer wieder vor Probleme. Nach dem Kickoff der Lions benötigte Kyei nur zwei Läufe, um sein Team bereits nach wenigen Sekunden mit 6:0 in Führung zu bringen. Die Two-Point-Conversion blieb erfolglos. Der Braunschweiger Angriff um Quarterback Ryon Thomas sah sich über die gesamte Partie einem hohen und konstanten Druck der starken Royals-Defense ausgesetzt. Zwar gelangen den Lions immer wieder Raumgewinne und neue First Downs, doch der Weg in die Endzone blieb ihnen verwehrt. Hinzu kamen Fehler, die zu unnötigen Ballverlusten führten. So bereitete eine Interception den nächsten Potsdamer Touchdown vor, den Heiko Bals mit einem Vier-Yard-Lauf zum 12:0 erzielte. Noch im ersten Viertel erhöhte Chrisman Kyei mit einem weiteren Touchdownlauf auf 20:0. Kurz vor dem ersten Seitenwechsel gelang es der Braunschweiger Defense erstmals, die Gäste zum Punt zu zwingen.

Zu Beginn des zweiten Quarters schafften es die Lions erstmals, tiefer in die Hälfte der Royals vorzudringen. Vor allem Leon Kusterer, der später auf Braunschweiger Seite zum Game-MVP gewählt wurde, sorgte mit mehreren Aktionen für wichtige Raumgewinne. Eine Strafe warf die Lions jedoch zurück und der Drive endete schließlich mit einem Punt. Die Royals übernahmen an der eigenen 12-Yard-Linie und arbeiteten sich mit vier aufeinanderfolgenden First Downs über das Feld. Jost Bohnhorst schloss die Serie mit einem 12-Yard-Touchdownlauf zum 28:0 ab. Auch im nächsten Drive blieb Braunschweig ohne Punkte, sodass Potsdam noch einmal vor der Halbzeit die Gelegenheit bekam, seine Führung auszubauen. Quarterback Moritz Richter fand unter anderem Milan Spiller und Peter Martin mit Pässen, ehe Heiko Bals mit einem 15-Yard-Lauf den 34:0-Halbzeitstand herstellte.

Auch nach der Pause änderte sich am Spielverlauf zunächst wenig. Head Coach Brayden McCombs gab früh vielen verfügbaren Spielern Einsatzzeit, was unter anderem dazu führte, dass Wide Receiver Peter Anderson auch auf der Quarterback-Position zum Einsatz kam. Punkte blieben den Hausherren jedoch weiterhin verwehrt. Auf der anderen Seite stellte vor allem das Laufspiel der Royals die Braunschweiger Verteidigung weiter vor große Herausforderungen. Chrisman Kyei erzielte mit seinem dritten Touchdown des Tages das 41:0. Im folgenden Drive kamen die Lions erstmals bis in die Nähe der 20-Yard-Linie der Gäste, doch ein Fumble von Peter Anderson beendete die vielversprechende Angriffsserie. Die Braunschweiger Defense antwortete und zwang Potsdam anschließend zum Punt. Doch auch der Return von Brandon Potts endete mit einem Ballverlust, den die Royals tief in der Braunschweiger Hälfte sichern konnten. Dieses Mal hielt die Lions-Defense jedoch stand: Leon Schwarz und Frevil Ayuk sorgten mit zwei Sacks in Folge dafür, dass auch dieser Potsdamer Drive ohne Punkte blieb.

Im vierten Viertel erhöhten die Royals nach einem weiteren Punt der Lions erneut. Chrisman Kyei erzielte mit einem Acht-Yard-Lauf seinen vierten Touchdown der Partie zum 47:0. Auf Braunschweiger Seite übernahm nun Peter Anderson vollständig die Rolle des Quarterbacks, während die Lions verstärkt auf das Laufspiel setzten. Der Versuch, lange Drives zu spielen und den Potsdamer Angriff möglichst lange vom Feld zu halten, zeigte jedoch nur begrenzt Wirkung. Zunächst erhöhte Elias Güther mit einem Drei-Yard-Touchdownlauf auf 54:0, ehe Peter Martin mit einem 13-Yard-Lauf kurz vor Schluss den 61:0-Endstand herstellte.

Für die Braunschweig Lions war es ein schwieriger Nachmittag gegen einen Gegner, der seine Chancen konsequent nutzte und vor allem am Boden kaum zu stoppen war. Trotz des deutlichen Ergebnisses gab es auf Seiten der Lions einzelne positive Ansätze, auf denen das Team in den kommenden Wochen aufbauen kann.

Scoreboard

  • 0:6 – 11-Yard-TD-Lauf C. Kyei (TPC nicht gut)
  • 0:12 – 4-Yard-TD-Lauf H. Bals (TPC nicht gut)
  • 0:20 – 12-Yard-TD-Lauf C. Kyei (TPC J. Bohnhorst)
  • 0:28 – 12-Yard-TD-Lauf J. Bohnhorst (TPC C. Jeeves)
  • 0:34 – 15-Yard-TD-Lauf H. Bals (TPC nicht gut)
  • 0:41 – 11-Yard-TD-Lauf C. Kyei (PAT H. Bals)
  • 0:47 – 8-Yard-TD-Lauf C. Kyei (TPC nicht gut)
  • 0:54 – 3-Yard-TD-Lauf E. Güther (PAT H. Bals)
  • 0:61 – 13-Yard-TD-Lauf P. Martin (PAT H. Bals)
Fotos: Fabian Uebe

Braunschweig Lions trauern um Mike Friese

Mit großer Trauer und tiefem Respekt nehmen die Braunschweig Lions Abschied von Mike Friese, der am vergangenen Montag im Alter von nur 42 Jahren verstorben ist und über viele Jahre eine prägende Persönlichkeit unseres Vereins und feste Größe im deutschen Football war.

Mike Friese war weit mehr als nur ein Quarterback. Als Eigengewächs der Braunschweig Lions durchlief er den Weg von den Junior Lions über die Junioren-Nationalmannschaft bis in die höchste deutsche Spielklasse. Bereits 2003 übernahm er erstmals die Rolle des Spielmachers der Lions in der GFL, konnte in dem Jahr mit seinem Team direkt den Eurobowl gewinnen und entwickelte sich in der Folge schnell zu einem wichtigen Baustein in einer der erfolgreichsten Epochen des Vereins.

In seinen ersten vier Spielzeiten gewann Mike auf nationaler Ebene mit den Lions zwei German-Bowl-Titel sowie zwei deutsche Vizemeisterschaften. Nach einer vorübergehenden Pause kehrte er 2011 in das Team zurück und stellte erneut seine sportliche Klasse unter Beweis. Bis 2014 erzielte er nahezu 3.000 Yards Raumgewinn durch Pässe und warf 26 Touchdowns. Mit den Deutschen Meisterschaften 2013 und 2014 fügte er seiner beeindruckenden Karriere zwei weitere Titel hinzu. Selbst nach einer weiteren Auszeit blieb seine Verbundenheit zu den Braunschweig Lions ungebrochen.

Als Mike 2018 noch einmal auf das Feld zurückkehrte, stand nicht mehr allein seine Rolle als Quarterback im Vordergrund. Mit seiner Erfahrung, seiner Ruhe und seinem Wissen wurde er zu einem wichtigen Mentor für junge Spieler und zu einem geschätzten Bindeglied zwischen Coaches, Team und Seitenlinie. Auch in dieser Phase leistete er seine Beiträge zum Gewinn des Eurobowl 2018 und der Deutschen Meisterschaft 2019.

Seine Leidenschaft für den Football und für die Lions war bis zum Ende seiner sportlichen Karriere jederzeit spürbar. Mike Friese hat die Geschichte der Braunschweig Lions über viele Jahre mitgeschrieben. Seine sportlichen Erfolge, seine Loyalität zum Verein und vor allem seine menschliche Art werden unvergessen bleiben.

Unsere Gedanken sind in diesen schweren Stunden bei seiner Familie, seinen Angehörigen und Freunden sowie allen Wegbegleitern.

Die Braunschweig Lions werden Mike Friese stets ein ehrendes Andenken bewahren.

Letztes Heimspiel der regulären Saison: Braunschweig Lions empfangen den Deutschen Meister Potsdam Royals

Am kommenden Samstag, den 15. August 2026, steht für die Braunschweig Lions das letzte Heimspiel der regulären Saison in der effect® Energy GFL 2026 auf dem Programm. Zu Gast im Eintracht-Stadion ist kein Geringerer als der amtierende Deutsche Meister und aktuelle Spitzenverfolger der Nordgruppe, die Potsdam Royals. Kick-off ist um 16:00 Uhr.

Für beide Teams geht es um unterschiedliche Ziele. Während die Royals mit Blick auf die verbleibenden Spiele der regulären Saison den zweiten Tabellenplatz der GFL Nord und damit das Heimrecht im Viertelfinale nahezu abgesichert haben, wollen sich die Lions vor eigenem Publikum noch einmal von ihrer besten Seite präsentieren und ihren Fans einen gelungenen Heimabschluss bieten.

Saisonverlauf der Braunschweig Lions

Die Saison 2026 verlief für die Lions wechselhaft. Nach einem schwierigen Auftaktprogramm gegen die Spitzenteams der Nordgruppe geriet das Team zunächst früh ins Hintertreffen. Niederlagen gegen die Dresden Monarchs, die Potsdam Royals und die Hildesheim Invaders sorgten für einen schwierigen Start in die Spielzeit.

Im weiteren Saisonverlauf zeigte die Mannschaft von Head Coach Brayden McCombs jedoch eine deutliche Leistungssteigerung. Insbesondere die Siege gegen die Düsseldorf Panther, die Straubing Spiders und die Saarland Hurricanes zeigten, welches Potenzial im neu formierten Team steckt. Die Offense um Quarterback Ryon Thomas, Receiver Peter Anderson, Leon Kusterer und Tight End Jonathan ter Horst entwickelte sich zunehmend zu einer gefährlichen Einheit, während sich auch die Defense im Laufe der Saison stabilisieren konnte.

Unabhängig vom Tabellenstand möchten die Lions im letzten Heimspiel der regulären Spielzeit noch einmal zeigen, welche Entwicklung die Mannschaft 2026 genommen hat.

Saisonverlauf der Potsdam Royals

Die Royals gingen als amtierender Deutscher Meister und einer der großen Favoriten in die Saison. Dieser Rolle wurde das Team von Head Coach Michael Vogt über weite Strecken gerecht. Bereits zum Auftakt gelang ein knapper Sieg gegen die Berlin Rebels, ehe sich die Potsdamer dauerhaft in der Spitzengruppe der Nordstaffel festsetzten.

Aktuell gehören die Royals erneut zu den besten Teams Deutschlands und haben sich hinter den starken Dresden Monarchs in eine hervorragende Ausgangsposition für die Playoffs gebracht. Mit ihrer offensiven Firepower und einer physisch starken Defense zählen sie auch 2026 zu den ernsthaftesten Titelkandidaten.

Auf diese Royals-Spieler müssen die Lions achten

Hugh „Bay“ Harvey (Quarterback)

Im Mittelpunkt der Potsdamer Offense steht inzwischen Quarterback Hugh „Bay“ Harvey. Der Schweizer Spielmacher übernahm Anfang August die Verantwortung als Starting Quarterback der Royals und führt eine der talentiertesten Offensiven der GFL an. Harvey überzeugt durch seine Ruhe in der Pocket, seine Spielübersicht und die Fähigkeit, die zahlreichen Waffen im Royals-Angriff effektiv einzusetzen. Unterstützt von einem tief besetzten Receiver-Corps sowie einem starken Laufspiel sorgt er dafür, dass die Potsdamer Offense auch nach dem Abgang von Xeaiver Bullock weiterhin zu den produktivsten Einheiten der Liga gehört.

Chrisman Kyei (Running Back)

Mit Chrisman Kyei verfügen die Royals über einen der explosivsten Running Backs im deutschen Football. Der ehemalige Spieler der Hamburg Sea Devils verstärkt seit dieser Saison das Backfield der Potsdamer und sorgt für wichtige Balance zwischen Lauf- und Passspiel. Seine Physis und Schnelligkeit machen ihn zu einer ständigen Gefahr.

Maximilian McLeod (Wide Receiver)

Der US-amerikanische Receiver Maximilian McLeod zählt zu den wichtigsten Neuzugängen der Royals. Mit seiner Größe, Geschwindigkeit und Spielintelligenz ist er eine der bevorzugten Anspielstationen von Bullock und jederzeit für lange Raumgewinne gut.

Heiko Bals (Running Back)

Mit Heiko Bals verfügen die Royals über einen der vielseitigsten Offensivspieler der Liga. Ob als Running Back, Kurzpassoption oder in Special Situations, Bals findet regelmäßig Wege, Einfluss auf das Spiel zu nehmen und wichtige Akzente zu setzen.

Joshua Wünsch (Linebacker)

In der Defense der Potsdam Royals gehört Joshua Wünsch zu den auffälligsten Akteuren der Saison 2026. Als aktueller Leading Tackler der Royals ist er das Zentrum der Verteidigung und regelmäßig dort zu finden, wo der Ballträger gestoppt wird. Wünsch überzeugt durch sein Spielverständnis, seine Reichweite und seine Konstanz gegen Lauf- und Passspiel gleichermaßen.

Ronaldo Tomasello und Ruben De Ruyter (Defensive Backfield)

Im Defensive Backfield sorgen Ronaldo Tomasello und Ruben De Ruyter für Stabilität. Beide gehören seit Jahren zu den Leistungsträgern der Royals und zählen zu den stärksten Defensive Backs der Liga. Ihre Erfahrung wird besonders gegen das tiefe Passspiel der Lions gefragt sein.

Schlüssel zum Spiel

Für die Lions wird entscheidend sein, die Spielkontrolle möglichst lange auf ihrer Seite zu halten. Die Braunschweiger Defense muss Wege finden, Quarterback Harvey unter Druck zu setzen und die explosiven Skill-Player der Royals einzuschränken. Gleichzeitig wird die Offense um Ryon Thomas versuchen, durch lange Drives die starke Potsdamer Defense vom Feld zu halten.

Die Royals reisen dagegen mit der Favoritenrolle nach Braunschweig und wollen ihre Position in der Spitzengruppe der Nordstaffel weiter festigen. Mit einem Sieg würden sie einen weiteren wichtigen Schritt Richtung Heimrecht im Viertelfinale machen.

Football-Fest zum Heimabschluss

Wenn die Lions am Samstag zum letzten regulären Heimspiel der Saison auflaufen, wartet mit den Potsdam Royals noch einmal eine der größten Herausforderungen im deutschen Football. Für die Gastgeber geht es darum, sich vor den eigenen Fans bestmöglich zu präsentieren, während die Gäste ihre starke Ausgangsposition für die Playoffs weiter festigen wollen.

Die Zuschauer dürfen sich auf ein hochklassiges Duell zwischen zwei Traditionsprogrammen der GFL Nord freuen.

Braunschweig Lions kassieren bittere Niederlage in Hildesheim

Vor einer starken Footballkulisse im Hildesheimer Friedrich-Ebert-Stadion konnten die Braunschweig Lions den Hildesheim Invaders im Lokalderby in der effect® Energy GFL 2026 lange Paroli bieten, mussten sich am Ende jedoch deutlich mit 50:15 (0:0; 15:7; 21:8; 14:0) geschlagen geben. Vor allem die starke Defensive Line der Gastgeber und der permanente Druck auf Quarterback Ryon Thomas machten den Lions über weite Strecken das Leben schwer. Hinzu kamen zahlreiche Strafen auf beiden Seiten, die den Spielfluss immer wieder unterbrachen und den Charakter des Lokalderbys zusätzlich prägten.

Die Braunschweig Lions eröffneten die Partie mit dem Kickoff, sodass die Hildesheim Invaders mit ihrer Offense starteten. Über Läufe von Jeremi Kwanzambi Beni arbeiteten sich die Gastgeber zunächst schnell in die Hälfte der Lions vor. Je näher die Invaders jedoch der Endzone kamen, desto häufiger bremsten sie sich mit eigenen Strafen aus. Am Ende blieb nur der Punt. Auf Braunschweiger Seite übernahm von Beginn an Ryon Thomas viel Verantwortung und sorgte mit eigenen Läufen für Raumgewinn. Doch Hildesheims Kyle Kitchens setzte mit zwei Sacks in Folge ein erstes deutliches Zeichen und stoppte den Drive. Eine Strafe gegen die Invaders brachte den Lions zwar noch einmal ein neues First Down, doch der anschließende Versuch eines 33-Yard-Fieldgoals blieb ohne Erfolg. So ging es punktlos in das zweite Viertel.

Dort fanden die Gastgeber zunächst besser ins Spiel. Quarterback Nelson Hughes III brachte sein Team mit Pässen auf Paul Terjung nach vorne, während Matti Probst mit kraftvollen Läufen wichtige Yards sammelte. Den ersten Touchdown erzielte Hughes schließlich selbst mit einem Zwei-Yard-Lauf zum 7:0. Im folgenden Drive setzte die Hildesheimer Defense die Braunschweiger Offense erneut stark unter Druck. Dank seiner Beweglichkeit hielt Ryon Thomas den Drive jedoch am Leben und vermied mit kurzen, schnellen Pässen größere Raumverluste. An der Mittellinie fand Thomas schließlich Peter Anderson mit einem sehenswerten Pass über die Mitte. Anderson ließ die Defense hinter sich und lief bis in die Endzone. Der vermeintliche Touchdown wurde jedoch wegen einer Strafe für verfrühtes Feiern aberkannt. Die Lions ließen sich davon nicht aus dem Rhythmus bringen und kamen vier Spielzüge später dennoch zum Ausgleich: Ryon Thomas lief aus einem Yard zum 7:7 in die Endzone. Kurz vor der Halbzeit antworteten die Invaders noch einmal. Mit Läufen arbeiteten sie sich schnell nach vorne, ehe Hughes von der 29-Yard-Linie seine favorisierte Anspielstation Paul Terjung fand. Dieser nutzte den Freiraum in der Braunschweiger Defense und stellte auf 15:7. Die Lions versuchten in der verbleibenden Minute noch einmal zu verkürzen, doch die Hildesheimer Verteidigung ließ keine weiteren Punkte zu.

Auch nach der Pause blieb der Druck der Invaders-Defense hoch und die Lions mussten ihren ersten Drive schnell mit einem Punt beenden. Nur zwei Spielzüge später erhöhte Matti Probst mit einem 27-Yard-Lauf auf 22:7. Doch Braunschweig gab sich noch nicht geschlagen. Nach einem guten Kickoff-Return von Brandon Potts bis kurz vor die Mittellinie übernahm erneut Ryon Thomas. Mit eigenen Läufen und kurzen Pässen auf Peter Anderson führte er die Lions bis in die Red Zone. Den Drive schloss Thomas selbst mit einem 19-Yard-Touchdownlauf ab. Die anschließende Two-Point-Conversion auf Jonathan ter Horst war erfolgreich und brachte die Lions auf 15:22 heran.

Doch die Antwort der Invaders folgte prompt. Nur zwei Spielzüge später fand Nelson Hughes III Paul Terjung mit einem langen Touchdownpass zum 29:15. Die Lions bekamen anschließend noch einmal die Chance, den Rückstand zu verkürzen und arbeiteten sich bis kurz vor die Endzone der Gastgeber vor. Dort fing Hildesheims Defensive Back Christian Klötergens jedoch einen Pass von Ryon Thomas ab und trug den Ball bis tief in die Braunschweiger Hälfte zurück. Kurz vor dem letzten Seitenwechsel schlug erneut die Kombination Hughes auf Terjung zu und erhöhte die Führung der Invaders auf 36:15.

Im vierten Viertel übernahmen die Gastgeber endgültig die Kontrolle über das Spiel. Die Braunschweiger Offense fand kaum noch Mittel gegen die aggressive Hildesheimer Defense und musste ihre Angriffsserien mehrfach mit einem Punt beenden. Gleichzeitig wurde die ohnehin stark geforderte Lions-Verteidigung durch die Ausfälle von Mark-Robin Peschelt und Finn Oppermann zusätzlich geschwächt. Die Invaders nutzten dies konsequent aus und blieben vor allem über Paul Terjung sowie ihr Laufspiel mit Matti Probst gefährlich. Lennart Stukenborg erhöhte mit einem Fünf-Yard-Touchdownfang auf 43:15, ehe Probst mit einem Zwei-Yard-Lauf den 50:15-Endstand herstellte.

Nach einer lange offenen ersten Hälfte fiel das Ergebnis am Ende deutlicher aus, als es der Spielverlauf zunächst vermuten ließ. Die Braunschweig Lions werden die Partie nun aufarbeiten müssen, um in den kommenden Spielen wieder an die zuletzt gezeigten Leistungen anzuknüpfen.

Scoreboard

  • 7:0 – 2-Yard-TD-Lauf N. Hughes III (PAT T. Eikenberg)
  • 7:7 – 1-Yard-TD-Lauf R. Thomas (PAT M. Peschelt)
  • 15:7 – 29-Yard-TD-Pass N. Hughes III auf P. Terjung (TPC W. Schubert)
  • 22:7 – 27-Yard-TD-Lauf M. Probst (PAT T. Eikenberg)
  • 22:15 – 19-Yard-TD-Lauf R. Thomas (TPC J. ter Horst)
  • 29:15 – 46-Yard-TD-Pass N. Hughes III auf P. Terjung (PAT T. Eikenberg)
  • 36:15 – 11-Yard-TD-Pass N. Hughes III auf P. Terjung (PAT T. Eikenberg)
  • 43:15 – 5-Yard-TD-Pass N. Hughes III auf L. Stukenborg (PAT T. Eikenberg)
  • 50:15 – 2-Yard-TD-Lauf M. Probst (PAT T. Eikenberg)
Fotos: Fabian Uebe

Saturday Night Lights: „The Clash“ – Braunschweig Lions reisen zum Derby nach Hildesheim

Wenn am kommenden Samstag, den 8. August 2026, um 19:00 Uhr im Friedrich-Ebert-Stadion in Hildesheim der Kick-off erfolgt, ist alles angerichtet für eines der traditionsreichsten Duelle im norddeutschen Football. Unter Flutlicht treffen die Braunschweig Lions und die Hildesheim Invaders im Rahmen der effect® Energy GFL 2026 aufeinander. Das Derby, von vielen Fans längst als „The Clash“ bezeichnet, verspricht erneut Emotionen, Spannung und eine große Kulisse.

Ausgangslage: Playoff-Football bereits Anfang August

Für beide Teams steht viel auf dem Spiel. Die Hildesheim Invaders belegen aktuell mit fünf Siegen bei zwei Niederlagen den dritten Tabellenplatz der GFL Nord und befinden sich damit auf einem Playoff-Rang. Mit einem Erfolg im Derby könnten die Invaders ihre Position festigen und einen wichtigen Schritt Richtung Endrunde machen.

Die Braunschweig Lions stehen derzeit bei drei Siegen und sechs Niederlagen. Die Chancen auf die Playoffs sind zwar schwieriger geworden, aber noch nicht endgültig vom Tisch. Ein Sieg im Derby würde die Hoffnungen auf die Endrunde am Leben erhalten und den Abstand zur Spitzengruppe verkürzen. Entsprechend groß dürfte die Bedeutung dieses Spiels für beide Mannschaften sein.

Saisonverlauf der Braunschweig Lions

Die Saison begann für die Lions mit einem anspruchsvollen Programm gegen die Topteams der Nordgruppe. Niederlagen gegen Dresden Monarchs, Potsdam Royals und die Hildesheim Invaders sorgten zunächst für einen schwierigen Start. Doch im Verlauf der Saison zeigte die Mannschaft eine deutliche Entwicklung. Insbesondere die Siege gegen die Düsseldorf Panther, die Straubing Spiders sowie weitere wichtige Erfolge brachten das Team zurück in die Diskussion um die Playoff-Plätze.

Auch wenn die Bilanz noch negativ ist, haben die Lions in den vergangenen Wochen bewiesen, dass sie mit den Teams des Tabellenmittelfelds konkurrieren können. Nun wartet mit dem Derby in Hildesheim die nächste große Herausforderung.

Saisonverlauf der Hildesheim Invaders

Die Invaders starteten beeindruckend in die Saison. Zum Auftakt gelangen deutliche Siege gegen die Allgäu Comets, Regensburg Phoenix, die Düsseldorf Panther, die Braunschweig Lions und die Kiel Baltic Hurricanes. Erst die Spitzenspiele gegen die Potsdam Royals brachten die ersten Niederlagen der Saison.

Mit fünf Siegen aus den ersten sieben Spielen etablierte sich das Team von Head Coach Marcus Herford dauerhaft in der Spitzengruppe der GFL Nord. Besonders die Ausgeglichenheit zwischen einer explosiven Offense und einer aggressiven Defense machte die Hildesheimer bislang zu einem der stärksten Teams der Nordgruppe.

Auf diese Invaders-Spieler müssen die Lions achten

Nelson Hughes (Quarterback)

Der wichtigste Spieler der Hildesheimer Offensive bleibt Quarterback Nelson Hughes. Nach seiner Rückkehr als Starter entwickelte er sich erneut zu einem der gefährlichsten Spielmacher der Liga. Bereits früh in der Saison gehörte er mit über 900 Passing Yards und insgesamt zwölf Touchdowns zu den produktivsten Quarterbacks der GFL. Zudem ist Hughes auch als Läufer gefährlich und kann Defenses mit seiner Mobilität vor erhebliche Probleme stellen. Inwiefern der US-Amerikaner auflaufen wird, ist offen, da er im letzten Spiel gegen die Potsdam Royals, verletzungsbedingt ausscheiden musste.

Jeremie Kwanzambi Beni (Running Back)

Das Laufspiel der Invaders wird von Jeremie Kwanzambi Beni angeführt. Der Brite zählt seit seinem Wechsel nach Hildesheim zu den konstantesten Leistungsträgern der Offense und sorgt regelmäßig für wichtige Raumgewinne. Gelingt es den Lions nicht, das Laufspiel zu kontrollieren, wird es schwer werden, die Offense der Gastgeber zu stoppen.

Paul Terjung (Wide Receiver)

Wide Receiver Paul Terjung hat sich auch 2026 als wichtigste Anspielstation im Passspiel etabliert. Mit seiner Geschwindigkeit und seinen sicheren Händen ist er in jeder Spielsituation eine Gefahr und gehört zu den bevorzugten Targets von Nelson Hughes.

Matti Probst (Allrounder Offense)

Ein Spieler, auf den die Lions besonders achten müssen, ist Matti Probst. Der vielseitige Offensivakteur wird von den Invaders sowohl als Running Back, Tight End als auch als Hybrid-Waffe in verschiedenen Formationen eingesetzt. Durch seine Flexibilität zwingt er Defenses immer wieder zu Anpassungen und schafft Missmatches gegen Linebacker und Defensive Backs. Gerade in entscheidenden Situationen vertrauen die Invaders regelmäßig auf Probsts Fähigkeit, wichtige Yards zu erzielen und Drives am Leben zu halten. Seine Variabilität macht ihn zu einem der schwer auszurechnenden Spieler im Hildesheimer Angriff.

Kyle Kitchens (Defensive End)

In der Defense ragt besonders Kyle Kitchens heraus. Der Defensive End gehört zu den aggressivsten Pass Rushern der Liga und kann Spiele durch Sacks und Druck auf den gegnerischen Quarterback entscheidend beeinflussen. Die Offensive Line der Lions wird alle Hände voll zu tun haben, ihn unter Kontrolle zu halten.

Julian Thompson (Defensive Line)

Ein wesentlicher Faktor für den Erfolg der Hildesheimer Defense ist Julian Thompson. Der Defensive Lineman gehört zu den physisch stärksten Spielern der Invaders und bildet gemeinsam mit Kyle Kitchens das Fundament der Defensive Front. Thompson sorgt regelmäßig für Druck im Backfield, erschwert gegnerischen Running Backs die Arbeit und zwingt Quarterbacks dazu, Entscheidungen unter Druck zu treffen. Gerade in einem Derby, das häufig an der Line of Scrimmage entschieden wird, könnte seine Präsenz eine entscheidende Rolle spielen.

Schlüssel zum Spiel

Für die Lions gilt es vor allem, die Balance der Invaders-Offense zu durchbrechen. Kann die Braunschweiger Defense das variable Spiel der Hildesheimer Offense kontrollieren und den Spielmacher der Invaders früh unter Druck setzen, steigen die Chancen auf einen Derby-Erfolg erheblich.

Auf der anderen Seite müssen die Lions offensiv effizient agieren und Ballverluste vermeiden. Gerade in Derbys entscheiden häufig einzelne Big Plays oder Turnovers über Sieg und Niederlage.

Derby unter Flutlicht

Saturday Night Lights, Derby-Atmosphäre, Playoff-Druck und zwei traditionsreiche Programme aus Niedersachsen: Die Voraussetzungen für einen stimmungsvollen Football-Abend könnten kaum besser sein.

Für die Hildesheim Invaders geht es darum, den dritten Tabellenplatz zu verteidigen und die Ausgangsposition für die Playoffs zu festigen. Die Braunschweig Lions dagegen kämpfen darum, ihre Hoffnungen auf die Endrunde am Leben zu halten. Genau diese Konstellation verspricht ein intensives und emotionales Derby, in dem beide Teams alles auf dem Feld lassen werden.

effect® Energy GFL 2026 – Saturday Night Lights
Hildesheim Invaders vs. Braunschweig Lions
📅 Samstag, 8. August 2026
🕖 Kick-off: 19:00 Uhr
🏟 Friedrich-Ebert-Stadion, An der Pottkuhle 1, 31139 Hildesheim

Braunschweig Lions unterliegen den Berlin Rebels denkbar knapp

Mehr als 2.000 Zuschauer im Braunschweiger Eintracht-Stadion erlebten ein Spiel, das seinem Namen als Football-Krimi mehr als gerecht wurde. Zwischen den Braunschweig Lions und den Berlin Rebels fiel die Entscheidung erst mit dem allerletzten Spielzug. Die Lions hatten bei auslaufender Uhr die Chance, die Partie mit einer Two-Point-Conversion noch zu drehen. Doch der Lauf von Quarterback Ryon Thomas wurde nur Zentimeter vor der Endzone gestoppt. So mussten sich die Braunschweiger den Berlin Rebels knapp mit 22:24 (3:0; 13:14; 0:3; 6:7) geschlagen geben.

Die Lions gewannen den Coin Toss und schickten zunächst ihre Offense um Quarterback Ryon Thomas aufs Feld. Mit Läufen sowie Pässen auf Peter Anderson und Leon Kusterer arbeiteten sich die Gastgeber kontinuierlich bis fünf Yards vor die Endzone der Berliner vor. Die Rebels-Defense hielt dem Druck zunächst stand, sodass Mark-Robin Peschelt mit einem sicheren 22-Yard-Fieldgoal die ersten Punkte des Tages zum 3:0 erzielte.

Die Berlin Rebels antworteten im ersten Ballbesitz mit einem variablen Kurzpassspiel um Quarterback Tyquell Fields. Bis an die 36-Yard-Linie der Lions kamen die Gäste, ehe die Braunschweiger Defense den ausgespielten vierten Versuch erfolgreich stoppte und den Ball zurückeroberte.

Zu Beginn des zweiten Viertels bauten die Lions ihre Führung aus. Zwei tiefe Pässe von Ryon Thomas auf Peter Anderson sorgten für großen Raumgewinn. Der zweite Pass fand Anderson über mehr als 40 Yards zum Touchdown und der 10:0-Führung nach erfolgreichem Extrapunkt.

Nur wenig später folgte der nächste Höhepunkt aus Sicht der Braunschweiger. Brandon Potts ahnte einen Pass von Tyquell Fields auf Justus Venker-Metarp, brachte seine Hand an den Ball und lenkte ihn in die Arme von Fabian Schröder. Der Defensive Back reagierte blitzschnell und trug den Ball über 42 Yards zum Interception-Return-Touchdown in die Endzone der Rebels. Der Extrapunktversuch misslang, dennoch lagen die Lions plötzlich mit 16:0 in Front.

Die Gäste ließen sich davon jedoch nicht beeindrucken. Bereits der folgende Drive führte über wenige Spielzüge tief in die Hälfte der Lions. Tyquell Fields fand Filip Uderhardt mit einem 41-Yard-Touchdownpass zum 16:7-Anschluss.

Während die Braunschweiger Offense anschließend etwas an Rhythmus verlor und punten musste, nutzten die Rebels ihre Chance kurz vor der Halbzeit konsequent. Mit dem letzten Spielzug der ersten Hälfte verkürzte Naz Bombata per Zwei-Yard-Lauf auf 16:14 und brachte die Berliner zurück ins Spiel.

Nach dem Seitenwechsel erhielten die Rebels zunächst den Ball, konnten daraus jedoch kein Kapital schlagen. Die Lions starteten ihrerseits vielversprechend in die zweite Halbzeit. Ryon Thomas führte sein Team mit mehreren Läufen bis an die 14-Yard-Linie der Gäste. Dort schlug die Berliner Defense jedoch entscheidend zu: Beim Wurfversuch wurde Thomas unter Druck gesetzt, der Ball sprang unkontrolliert in die Arme von Lamonte McDougle und die aussichtsreiche Angriffsserie endete ohne Punkte.

Die Rebels nutzten den Ballgewinn. Ein 68-Yard-Pass von Tyquell Fields auf Filip Uderhardt brachte Berlin tief in die Hälfte der Lions. Zwar hielt die Braunschweiger Defense die Gäste anschließend aus der Endzone, doch Kris Cain verwandelte ein 30-Yard-Fieldgoal zur ersten Berliner Führung des Tages – 17:16.

Mit diesem knappen Rückstand ging es in das Schlussviertel, das an Spannung kaum zu überbieten war. Die Lions marschierten in einem langen Drive erneut Richtung Endzone. Läufe von Ryon Thomas sowie Pässe auf Peter Anderson, Leon Kusterer und Richard Jung brachten die Gastgeber bis an die Elf-Yard-Linie der Rebels. Dort wollte Thomas erneut Peter Anderson in der Endzone bedienen. Dieses Mal war jedoch Berlins Defensive Back Exavier Edwards zur Stelle und fing den Pass ab.

Die Gäste nutzten die Gelegenheit konsequent. Mit Läufen von Naz Bombata und Emil Fuchs sowie weiteren Raumgewinnen durch Filip Uderhardt arbeiteten sich die Rebels über das Feld. Emil Fuchs erhöhte schließlich mit einem 30-Yard-Touchdownlauf auf 24:16.

Den Lions blieb nur noch knapp eine Minute, um das Spiel noch einmal zu drehen. Ryon Thomas bewies einmal mehr seine Qualitäten und führte sein Team mit Pässen auf Jonathan ter Horst, Leon Kusterer und Peter Anderson bis an die Zwölf-Yard-Linie der Gäste. Mit dem letzten Spielzug der regulären Spielzeit fand Thomas erneut Peter Anderson in der Endzone – Touchdown zum 22:24.

Anstatt den sicheren Extrapunkt zu wählen, entschieden sich die Lions für die Two-Point-Conversion und damit für die Chance auf den Heimsieg. Ryon Thomas nahm den Ball selbst in die Hand und kämpfte sich Richtung Endzone. Erst wenige Zentimeter vor der Goalline wurde er von der Berliner Defense gestoppt. Damit blieb die Aufholjagd unvollendet und die Berlin Rebels sicherten sich einen hart umkämpften 24:22-Erfolg.

Trotz der knappen Niederlage zeigte die Mannschaft von Head Coach Brayden McCombs erneut eine starke Leistung und bewies einmal mehr, dass sie mit jedem Gegner der Liga auf Augenhöhe spielen kann. Im Rennen um die Playoff-Plätze ist für die Braunschweig Lions weiterhin alles möglich.

Scoreboard

3:0 – 22-Yard-Fieldgoal M. Peschelt
10:0 – 40-Yard-TD-Pass R. Thomas auf P. Anderson (PAT M. Peschelt)
16:0 – 42-Yard-Interception-Return-Touchdown F. Schröder (PAT nicht gut)
16:7 – 41-Yard-TD-Pass T. Fields auf F. Uderhardt (PAT K. Cain)
16:14 – 2-Yard-TD-Lauf N. Bombata (PAT K. Cain)
16:17 – 30-Yard-Fieldgoal K. Cain
16:24 – 30-Yard-TD-Lauf E. Fuchs (PAT K. Cain)
22:24 – 12-Yard-TD-Pass R. Thomas auf P. Anderson (Two-Point-Conversion nicht erfolgreich)

 

Fotos: Fabian Uebe

Braunschweig Lions empfangen die Berlin Rebels – Playoff-Duell mit richtungsweisendem Charakter

Am kommenden Samstag, den 25. Juli 2026, steht für die Braunschweig Lions das nächste wichtige Heimspiel der effect® Energy GFL auf dem Programm. Um 16:00 Uhr treffen die Löwen im Eintracht-Stadion auf den Nordrivalen der Berlin Rebels. Die Begegnung verspricht nicht nur Spannung auf dem Feld, sondern besitzt auch enorme Bedeutung im Kampf um die begehrten Playoff-Plätze.

Playoff-Rennen spitzt sich zu

Mit dem Eintritt in die zweite Saisonhälfte wird jeder Sieg wertvoller. Die Braunschweig Lions belegen aktuell mit drei Siegen aus acht Spielen Rang vier der GFL Nord und halten damit weiterhin Kontakt zu den Playoff-Rängen. Die Berlin Rebels folgen mit einer Bilanz von einem Sieg und vier Niederlagen, haben aufgrund der geringeren Anzahl absolvierter Spiele aber ebenfalls noch alle Chancen, sich in den Kampf um die Endrunde einzumischen.

Für beide Mannschaften gilt deshalb: Der Sieger dieser Partie wahrt seine realistischen Chancen auf die Playoffs, während die Niederlage einen herben Rückschlag im Saisonendspurt bedeuten würde. Entsprechend intensiv dürfte das Duell im Eintracht-Stadion geführt werden.

Saisonverlauf der Braunschweig Lions

Die Saison der Löwen verlief bislang in Wellen. Gegen die etablierten Topteams der Nordgruppe mussten die Braunschweiger zunächst mehrere Niederlagen hinnehmen. Doch insbesondere in den vergangenen Wochen zeigte die Mannschaft eine deutliche Entwicklung. Nach dem ersten Sieg in Düsseldorf folgte ein überzeugender Erfolg bei den Straubing Spiders, ehe die Lions mit drei Erfolgen aus den letzten Spielen wieder Anschluss an das Mittelfeld der Nordgruppe herstellen konnten.

Vor allem die Offensive hat zunehmend ihren Rhythmus gefunden. Quarterback Ryon Thomas führt eine vielseitige Angriffsreihe an, die zuletzt deutlich effizienter agierte und regelmäßig Big Plays produzieren konnte. Gleichzeitig präsentiert sich die Defense stabiler und hat gezeigt, dass sie gegnerische Offenses auch über mehrere Drives kontrollieren kann.

Saisonverlauf der Berlin Rebels

Die Berliner sind deutlich besser, als es ihre aktuelle Bilanz vermuten lässt. Bereits zum Saisonauftakt verlangten sie dem amtierenden Deutschen Meister Potsdam Royals alles ab und zeigten, dass sie über das Potenzial verfügen, jedes Team der Nordgruppe vor Probleme zu stellen. Trotzdem gelang bislang nur ein Sieg, wodurch die Rebels im Kampf um die Playoffs unter Druck geraten sind.

Mehrere Niederlagen fielen enger aus, als es das Endergebnis vermuten lässt. Mit ihrer aggressiven Spielweise, einer athletischen Offense und einer physischen Defense gehören die Berliner zu den unangenehmsten Gegnern der Liga. Ein Erfolg in Braunschweig würde die Rebels unmittelbar zurück ins Playoff-Rennen katapultieren.

Auf diese Spieler der Berlin Rebels müssen die Lions achten

Tyquell Fields (Quarterback)

Im Mittelpunkt der Berliner Offense steht Quarterback Tyquell Fields. Der US-Amerikaner ist der Spielmacher der Rebels und verleiht der Offensive mit seiner Athletik und Mobilität eine zusätzliche Dimension. Fields kann sowohl mit seinem Passspiel als auch mit Läufen außerhalb der Pocket gefährliche Akzente setzen. Für die Lions-Defense wird es entscheidend sein, ihn konstant unter Druck zu setzen und improvisierte Big Plays zu verhindern.

Nate Stewart (Wide Receiver)

Der prominenteste Neuzugang der Rebels ist ohne Frage Nate Stewart. Der frühere Receiver der Potsdam Royals zählt zu den explosivsten Passempfängern der GFL und kann ein Spiel mit wenigen Aktionen verändern. Seine Fähigkeit, Separation zu kreieren und nach dem Catch zusätzliche Yards zu erzielen, macht ihn zur wichtigsten Waffe im Berliner Passangriff.

Naz Bombata (Running Back)

Im Laufspiel setzen die Berliner auf Naz Bombata. Der Running Back bringt die notwendige Physis mit, um auch gegen starke Defensive Fronts konstant Raumgewinn zu erzielen. Gelingt es den Rebels, über Bombata das Laufspiel zu etablieren, eröffnet dies zusätzliche Räume für das Passspiel von Tyquell Fields.

Paul Seifert und Rudy Silvera (Defense)

Eine zentrale Rolle in der Defense der Berlin Rebels spielt Paul Seifert. Der Linebacker führt die Berliner Verteidigung bislang in der Kategorie Tackles an und ist damit der konstanteste Faktor im Defensive Backfield und gegen das Laufspiel. Seine Fähigkeit, schnell auf den Ball zu reagieren und sichere Tackles zu setzen, macht ihn zu einem der wichtigsten Verteidiger der Hauptstädter.

Für Big Plays in der Passverteidigung sorgt hingegen Rudy Silvera. Der Defensive Back hat in der laufenden Saison bereits drei Interceptions erzielt und zählt damit zu den gefährlichsten Ballhawks der GFL Nord. Seine Fähigkeit, Würfe des gegnerischen Quarterbacks zu lesen und Turnover zu erzwingen, kann Spiele entscheidend beeinflussen. Die Lions-Offense wird darauf achten müssen, Silvera möglichst wenig Gelegenheiten für spielverändernde Aktionen zu geben.

Kris Cain (Kicker)

In engen Spielen darf auch die Bedeutung von Kris Cain nicht unterschätzt werden. Der Kicker der Rebels kann mit Field Goals und einer konstanten Kickoff-Qualität ein wichtiger Faktor im Kampf um die Feldposition werden.

Schlüssel zum Spiel

Für die Lions wird es entscheidend sein, den positiven Trend der letzten Wochen fortzusetzen. Die Defensive Line muss früh Druck auf Quarterback Tyquell Fields ausüben und verhindern, dass die Berliner ihr vertikales Passspiel etablieren können. Gleichzeitig wird die Braunschweiger Offense versuchen, die zuletzt gezeigte Effizienz beizubehalten und die Berliner Defense durch ein ausgewogenes Angriffsspiel unter Druck zu setzen.

Die Rebels werden dagegen alles daransetzen, das Spiel eng zu halten und ihre Athletik auf den Skill-Positionen auszuspielen. Je länger die Partie offen bleibt, desto größer werden die Chancen der Gäste auf einen wichtigen Auswärtserfolg.

Football mit Playoff-Atmosphäre

Wenn am Samstag um 16:00 Uhr der Kickoff im Eintracht-Stadion erfolgt, treffen zwei Teams aufeinander, die wissen, was auf dem Spiel steht. Sowohl die Braunschweig Lions als auch die Berlin Rebels benötigen den Sieg, um ihre Playoff-Hoffnungen zu untermauern.

Die Fans dürfen sich daher auf ein intensives und emotionales GFL-Nord-Duell freuen, bei dem es nicht nur um zwei Punkte in der Tabelle geht, sondern möglicherweise bereits um eine Vorentscheidung im Rennen um die Endrunde.