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Autor: admin

Offensivfeuerwerk in Hamburg: Braunschweig Lions bezwingen Pioneers mit 48:28

Die Braunschweig Lions haben ihr Auswärtsspiel bei den Hamburg Pioneers am Samstagabend mit 48:28 (21:14 / 14:7 / 13:0 / 0:7) gewonnen und dabei insbesondere offensiv ein echtes Ausrufezeichen gesetzt. Vor allem Quarterback Ryon Thomas prägte mit einer starken und variablen Leistung das Spielgeschehen und führte seine Offense nahezu fehlerfrei durch die Partie.

Früher Schlagabtausch im ersten Quarter

Die Partie begann direkt mit hohem Tempo: Bereits im ersten Drive brachte Ryon Thomas seine Lions mit einem 10-Yard-Touchdown-Pass auf L. Kusterer früh in Führung (7:0). Doch die Hamburg Pioneers antworteten prompt – Quarterback T. Eggers fand T. Lohalm zum Ausgleich.

Was folgte, war ein offener Schlagabtausch: Thomas bediente zunächst P. Anderson zur erneuten Führung, ehe Eggers mit einem kurzen Lauf wieder ausglich. Kurz vor Ende des ersten Viertels sorgte dann ein Big Play für den Unterschied: Ein 67-Yard-Touchdown-Pass von Thomas auf Anderson stellte den 21:14-Zwischenstand her.

Lions-Offense bleibt dominant

Auch im zweiten Quarter behielten die Lions die Kontrolle. Ein Touchdown-Lauf von N. Bünger baute die Führung weiter aus, bevor Hamburg noch einmal verkürzen konnte. Doch erneut hatte Braunschweig die passende Antwort: Thomas fand Kusterer zum nächsten Touchdown-Pass.

Zur Halbzeit führten die Lions verdient mit 35:21 – getragen von einer Offense, die sowohl durch die Luft als auch am Boden variabel und effektiv agierte.

Vorentscheidung nach der Pause

Nach dem Seitenwechsel übernahmen die Lions endgültig das Kommando. Zwei weitere Touchdown-Pässe von Ryon Thomas auf den überragenden P. Anderson – darunter ein spektakulärer 65-Yard-Pass – sorgten für die Vorentscheidung.

Die Defense der Lions zeigte ebenfalls wichtige Akzente: Eine Interception durch Dominic Yaw Aboagye-Duah im zweiten Quarter sowie ein weiterer Ballgewinn durch Fabian Schröder im Schlussviertel unterstrichen die starke Teamleistung, auch wenn phasenweise Abstimmungsprobleme durch verletzungsbedingte Ausfälle sichtbar wurden.

Ergebniskosmetik im Schlussviertel

Im letzten Quarter gelang den Hamburg Pioneers noch ein Touchdown durch K. Meyer auf L. Mohnsen zum 28:48-Endstand. Am klaren Sieg der Lions änderte dies jedoch nichts mehr.

Fazit und Ausblick

Die Braunschweig Lions präsentierten sich offensiv in beeindruckender Frühform. Quarterback Ryon Thomas überzeugte mit mehreren Touchdown-Pässen und einer insgesamt fehlerfreien Spielleitung. Besonders die Verbindung zu Wide Receiver P. Anderson erwies sich als kaum zu stoppen.

In der Defense wurde deutlich, dass noch nicht alle Leistungsträger zur Verfügung stehen. Verstärkungen – insbesondere in der ersten Verteidigungsreihe – werden erst zum Start der Saison der effect® Energy GFL Anfang Mai erwartet.

Headcoach Brayden McCombs zeigte sich nach dem Spiel dennoch zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft: Die Richtung stimmt, und die Entwicklung innerhalb des Teams ist klar erkennbar.

Nun bleiben den Lions noch knapp drei Wochen, um sich auf die nächste große Herausforderung vorzubereiten: Am 9. Mai wartet mit den Dresden Monarchs, dem aktuellen deutschen Vizemeister, ein echter Härtetest in Dresden.

Scoreboard

1.Quarter

00:07 10 Yard TD-Pass R. Thomas auf L. Kusterer (PAT R. Skoczylas)
07:07 9 Yard TD-Pass T. Eggers auf T. Lohalm (PAT M. Loth)
07:14 3 Yard TD-Pass R. Thomas auf P. Anderson (PAT R. Skoczylas)
14:14 3 Yard TD-Lauf T. Eggers (PAT M. Loth)
14:21 67 Yard TD-Pass R. Thomas auf P. Anderson (PAT R. Skoczylas)

2.Quarter

14:29 2 Yard TD-Lauf N. Bünger (PAT R. Skoczylas)
21:29 12 Yard TD-Pass T. Eggers auf T. Lohalm (PAT C. A-Freeman)
21:35 7 Yard TD-Pass R. Thomas auf L. Kusterer (PAT nicht gut)

3.Quarter

21:41 65 Yard TD-Pass R. Thomas auf P. Anderson (PAT geblockt)
21:48 7 Yard TD-Pass R. Thomas auf P. Anderson (PAT R. Skoczylas)

4.Quarter
28:48 39 Yard TD-Pass K. Meyer auf L. Mohnsen (PAT C. A-Freeman)

Fotos: Fabian Uebe

Braunschweig Lions und OL Malte Hrabak gehen ab sofort getrennte Wege

Mit großem Bedauern müssen die Braunschweig Lions bekanntgeben, dass OL Malte Hrabak sich entschieden hat, ein Angebot der Wroclaw Panthers anzunehmen und daher ab sofort für das polnische Team in der AFLE auflaufen wird.

Die Kurzfristigkeit dieser Entwicklung bzw. Entscheidung, an der sicherlich auch die jetzt für das polnische Team tätigen Ex-Lions Coaches Troy Tomlin und Dave Likins beteiligt waren, kam für Team und Coaches der Lions völlig überraschend. Sie bedeutet einen herben Rückschlag für die vielfältigen Aktivitäten der Verantwortlichen im Verein und im Trainerteam um den neuen Lions Head Coach Brayden McCombs, ein schlagkräftiges Footballteam für die demnächst beginnende effect® ENERGY GFL-Saison zu etablieren.

Nur wenige Tage vor dem einzigen Testspiel der Braunschweig Lions gegen die Hamburg Pioneers in Hamburg sind die Optionen begrenzt. Lions Head Coach Brayden McCombs: „Wir werden trotz aller Widrigkeiten in Hamburg ein gutes Vorbereitungsspiel machen und in der Folge bis zum Beginn der GFL-Saison vereinsintern und auf dem Spielermarkt versuchen, die entstandene Lücke zu schließen.“

Der GFL-Vorstand und Pressesprecher der Lions Holger Fricke zeigte sich angesichts dieser völlig unerwarteten Situation ebenso überrascht wie ernüchtert, legte aber gleichzeitig großen Wert darauf, sich bei Malte Hrabak für die Zusammenarbeit über die letzten Jahre zu bedanken.

Er sagte: „Mit Malte Hrabak verlieren die Braunschweig Lions eine wichtige Stütze in ihrer Offensive Line. Die Umstände eines solchen Wechsels kurz vor Saisonbeginn sind nie gut, dennoch ist es mir und dem gesamten Vorstand des 1.FFC Braunschweig e.V. als Stammverein der Lions wichtig, Malte unseren Dank für seine Leistungen in den letzten Jahren auszusprechen und ihm für seine persönliche und sportliche Zukunft alles Gute zu wünschen.“

 

Foto: Fabian Uebe

Braunschweig Lions zu Gast bei den Hamburg Pioneers

Am 18. April 2026 startet für die Braunschweig Lions (effect® Energy GFL) die heiße Phase der Saisonvorbereitung. Zu Gast sind sie bei den Hamburg Pioneers (GFL 2) – und das Duell verspricht bereits im Vorfeld Spannung.

Déjà-vu aus dem Vorjahr

Das Aufeinandertreffen ist eine Neuauflage des Vorbereitungsspiels vom 26. April 2025, das die Lions damals deutlich mit 48:7 für sich entscheiden konnten (21:0 / 21:0 / 0:0 / 6:7). Besonders die dominante erste Halbzeit zeigte damals die klare Stärke der Braunschweiger.

Für beide Teams dient das Spiel erneut als wichtiger Gradmesser vor dem Saisonstart – allerdings mit veränderten Vorzeichen.

Neustart unter traditionsreichem Namen

Für die Lions markiert die Partie ein besonderes Ereignis: Es ist das erste Spiel nach der Rückkehr zum traditionsreichen Namen „Braunschweig Lions“. Unter der Leitung des neuen Headcoach Brayden McCombs will das Team nicht nur sportlich überzeugen, sondern auch ein klares Zeichen für den Neustart setzen.

Blick auf den Kader – Lions

Die Lions setzen 2026 auf eine Mischung aus bewährten Leistungsträgern und spannenden Neuzugängen:

  • Offense: Besonders im Fokus steht der neue Quarterback Ryon Thomas, der zum einen das Passspiel variabler machen soll, aber auch mit seinen eigenen läuferischen Fähigkeiten die Offense insgesamt unberechenbarer gestalten kann. Unterstützt wird er von einem athletischen Receiver-Corps und – mit Finn Oppermann – von einem erfahrenen Runningback mit Durchschlagskraft.
  • Defense: Wie im Angriff gab es auch in der Verteidigung auf vielen Positionen Veränderungen. Neben erfahrenen, starken Neuzugängen – z. B. den US-Amerikanern Brandon Potts und Taylor Pawelkoski sowie GFL- und ELF-Routiniers wie Jeremy Sarfo – bilden sie das neue Rückgrat der Lions-Defense.

Hamburg Pioneers – gefährlicher Underdog

Die Hamburg Pioneers gehen als ambitioniertes GFL2-Team in die Partie und wollen sich gegen einen Erstligisten beweisen.

  • Offense: Die Pioneers verfügen über ein gutes Laufspiel, das im Vorjahr das zweitbeste in der gesamten GFL2 war. Mit Neuzugang Taylor Eggers auf der Quarterback-Position, der im letzten Jahr mit beeindruckenden Leistungen in der Regionalliga bei den Hannover Grizzlies aufhorchen ließ, erhofft man sich mehr Explosivität.
  • Defense: Besonders die Linebacker-Crew gilt als Herzstück der Defense und könnte der Lions-Offense früh Probleme bereiten.
  • Neuzugänge: Hamburg hat gezielt aufgerüstet, vor allem in der Offensive Line und im Defensive Backfield.

Spielinfos im Überblick

  • Ort: Pioneers Homefield
    Jahnring 26, 22297 Hamburg
  • Datum: 18. April 2026
  • Einlass: 15:00 Uhr
  • Kickoff: 16:00 Uhr
  • Tickets sind vor Ort oder über die Webseite der Hamburg Pioneers erhältlich.

Ausblick

Auch wenn es sich „nur“ um ein Vorbereitungsspiel handelt, steckt in dieser Partie viel Aussagekraft. Für die Lions geht es darum, den Neustart unter neuem (alten) Namen erfolgreich einzuleiten und früh ein Zeichen in Richtung Konkurrenz zu setzen. Die Pioneers hingegen wollen zeigen, dass sie bereit sind, sich auch mit GFL-Teams zu messen und erneut ein Wort um den Aufstieg in die effect® Energy GFL mitzusprechen.

Ein spannender Football-Nachmittag in Hamburg ist garantiert.

Dreifache Verstärkung aus den eigenen Reihen der Braunschweig Lions

Kontinuität und Erfahrung für die effect® ENERGY GFL-Saison 2026

Die Braunschweig Lions setzen auch in der effect® ENERGY GFL-Saison 2026 auf bewährte Kräfte aus den eigenen Reihen. Mit Mark Peschelt, Fynn Walther und Damian Bytomski bleiben drei erfahrene Spieler Teil des GFL-Teams und sorgen für Kontinuität im Kader.

Mark Peschelt – Erfahrung und Vielseitigkeit in der Defense

Mark Peschelt gehört seit 2010 zum Verein und begann seine Karriere bei den Junior Lions. Zunächst war der 32-Jährige als Wide Receiver aktiv und spielte bis 2022 für die Lions 2.

Zur Saison 2023 wechselte der 1,90 Meter große und 100 Kilogramm schwere Kfz-Meister und Sachverständige in die Defense. Dort kam er sowohl als Linebacker als auch in der Defense Line zum Einsatz.

Bereits 2019 stand Peschelt im Kader der GFL-Mannschaft, musste die Saison jedoch verletzungsbedingt früh beenden. Nach dem Rückzug der Lions 2 zur Saison 2025 stellte er sich erneut der Herausforderung GFL.

Im Verlauf der Saison 2025 übernahm er neben seiner Rolle als Linebacker auch Aufgaben als Kicker und bewies dabei seine Vielseitigkeit und Erfahrung.

Fynn Walther – Vom Tight End zum Defense Liner

Fynn Walther begann seine Footballkarriere 2018 bei den Junior Lions (U16). Bereits früh entwickelte er sich zum Leistungsträger und übernahm ab 2019 die Rolle des Starting Tight End.

Zum Ende der Saison erhielt er Einladungen zur Niedersachsen-Auswahl (Mustangs) sowie zum Sichtungstraining der Junioren-Nationalmannschaft.

In der U19 spielte der 1,86 Meter große und 122 Kilogramm schwere Elektroniker für Automatisierungstechnik sowohl als Tight End, Fullback als auch in der Defense Line. Nach dem Aufstieg der Junior Lions in die GFL-Juniors 2022 folgte der direkte Sprung ins Herrenteam.

Eine Knieverletzung in der Vorbereitung auf die Saison 2023 war ein Rückschlag, von dem sich Walther jedoch erfolgreich zurückkämpfte. Inzwischen ist er fest in der Defense Line der Braunschweig Lions etabliert.

Für die GFL-Saison 2026 hat er sich vorgenommen, eine noch größere Rolle in der Defense zu übernehmen.

Damian Bytomski – Rückkehr ins Team der Braunschweig Lions

Damian Bytomski kehrt nach einer Pause 2025 zurück in den Kader der Braunschweig Lions. Der 22-Jährige begann seine Footballkarriere 2016 bei den Junior Lions (U13).

Über die U16 und U19 entwickelte er sich zu einem festen Bestandteil des Teams und war am Aufstieg in die GFL-Juniors beteiligt. Als Runningback überzeugte der 1,79 Meter große und 84 Kilogramm schwere duale Student auch in der Auswahlmannschaft der Niedersachsen, den Mustangs.

Nach der Saison 2022 nahm Bytomski zunächst eine Auszeit, bevor er 2023 ins GFL-Team zurückkehrte. Dort wurde er auf der Position des Wide Receivers eingesetzt, um sich weiterzuentwickeln.

Nach weiteren Erfahrungen und einer erneuten Pause möchte er 2026 wieder voll angreifen und sich im American Football auf GFL-Niveau nachhaltig im Team etablieren.

Fotos: Tobias Fritz