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Autor: Georg Burmeister

ERIMA GFL WOCHE 15 – Potsdam Royals, der Meister kommt!

Wenn der amtierende deutsche Meister aus Potsdam am Samstag im Eintrachtstadion auf das Team aus Braunschweig trifft, ist es fast auf den Tag genau 3 Jahre her, dass die New Yorker Lions die Potsdam Royals besiegen konnten. Am 28.08.2021 lautete das Endergebnis 20:35 für die Braunschweiger Löwen. Seitdem gelang kein Sieg mehr gegen das Team aus der Landeshauptstadt Brandenburgs und die Dominanz der Royals hat sich seitdem gefühlt immer noch gesteigert.

Mussten die Potsdamer Footballer im letzten Jahr immerhin noch eine Niederlage gegen die Dresden Monarchs quittieren, so scheinen sie in diesem Jahr in einer eigenen Liga zu spielen, denn bisher war kein anderes Team der Erima-GFL in der Lage, einen Sieg der Royals zu verhindern. Aber der Reihe nach…

Bereits sehr früh nach dem letztjährigen Gewinn des GFL-Bowls gegen die Schwäbisch Hall Unicorns konnten die Royals eine der wichtigsten Personalien für die laufende Saison klären. Mit der Weiterverpflichtung von QB Jaylon Henderson legten die Potsdamer im Angriff schon Ende letzten Jahres den sportlichen Grundstein für die laufende Saison. Und Henderson dankt es ihnen mit schon fast sagenhaften Werten: Eine Completion Rate von über 80%, fast 3.800 Meter Raumgewinn aus Pässen und 61 Touchdownpässe bei nur 2 Interceptions sind Werte, die kein anderer Spielmacher in der Erima-GFL auch nur annähernd vorweisen kann. Und dann ist der Mann auch noch einer der Top-Rusher seines Teams und steuert über 470 Meter Raumgewinn und 8 Touchdowns aus eigenen Läufen dazu. Wirklich schwere Kost für jede gegnerische Defense…

Möglich wird das alles natürlich nur, weil auch das ‚Drumherum‘ in Potsdam stimmig ist. Zwar mussten auch die Royals die Abgänge einiger wichtiger Spieler verkraften, denn sie verloren unter anderem die Top-WR Brandon Polk und Simon Fons an die ELF und auch RB Gennadiy Adams kehrte dem Team den Rücken, aber Ersatz war, soweit überhaupt nötig, schnell gefunden.

Im Laufspiel brauchte es den besagten Ersatz noch nicht mal, denn mit RB Heiko Bals, der in der letzten Saison fast ebenso viel Raumgewinn wie Adams erzielte, war die Lösung für die laufende Saison bereits vorhanden. Bei den Receivern kam Brandon Beaulieu von der Bernidji University (Div. 2) nach Potsdam. Er hält dort diverse Receiver-Rekorde. Und dann wäre da noch Neuzugang WR Daniel Pedro, ein pfeilschneller britischer Nationalspieler. Beide zusammen erzielten in der aktuellen Erima-GFL Saison bisher fast 1.900 Meter Raumgewinn und 31 Touchdowns. Ach ja, WR Thomas Jenkins, im letzten Jahr zweitbester Ballfänger bei den Royals, blieb übrigens auch an Bord…seine bisherige Statistik: gut 500 Meter Raumgewinn und 10 Touchdowns. Noch Fragen?

Überflüssig zu betonen, dass natürlich auch die Offense Line der Potsdamer nochmal verstärkt wurde. Um nur 2 Namen zu nennen, kam von den Berlin Adlern der serbische Nationalspieler Nemanja Graovac und von den Berlin Rebels konnte Sebastian Walter verpflichtet werden.

Auf der anderen Seite des Balles geht es ähnlich dominant zu. Mit Stephan Stadler von den Berlin Rebels und Ex-Lion Alan Steinohrt konnten weitere Topleute der Erima-GFL nach Potsdam geholt werden. Da der ‚Rest‘ der Potsdamer Defense mehr oder weniger unverändert zusammengeblieben ist, braucht es nicht viel Fantasie, um sich auszumalen, wie es den Royals gelungen ist, in den bisherigen 10 Spielen im Schnitt nur 14,4 gegnerische Punkte pro Spiel zuzulassen. Übrigens in der gesamten Erima-GFL ein Wert, der aktuell mit durchschnittlich 13,5 Punkten pro Spiel nur noch von den New Yorker Lions unterboten wird.

Last not least herrscht auch im Coaching Staff der Royals große Kontinuität. Head Coach Michael Vogt kann weiterhin auf die bewährte Unterstützung durch Offense Coordinator David Saul und Defensive Coordinator Mitch Viger sowie die bisherigen Assistant Coaches setzen und damit die gute Arbeit der letzten Jahre unterbrechungsfrei fortführen.

So wundert es dann auch nicht, dass der bisherige Saisonverlauf der Royals ein ziemlich exaktes Spiegelbild des bisher Geschriebenen ist: 10 Spiele, 10 Siege. Fast alles waren deutliche Erfolge, in denen die Dominanz der Potsdamer mehr als sichtbar wurde. Besonders schlimm erwischte es die Berlin Rebels, die sich in beiden Spielen mit mehr als 50 Punkten Unterschied und bei ihrem Heimspiel sogar zu 0 geschlagen geben mussten. Auch die Allgäu Comets gerieten auf ihrem Homefield mächtig unter die Räder und mussten am Ende über 90 Punkte der Royals quittieren. Lediglich den Berlin Adlern gelang es am vorletzten Wochenende, das Spiel gegen die Potsdamer bis in das 3. Viertel hinein offen zu halten. Am Ende gingen die Berliner aber auch mit einer 15:29 Niederlage vom Feld.

Also von vornherein alles aussichtslos, wenn man in dieser Saison gegen die Royals antreten muss?

Na ja, also erstmal gilt natürlich auch für dieses Spiel, dass im Laufe der Begegnung viel passieren kann. Da können auch im positiven Sinne für die New Yorker Lions spielentscheidende Dinge dabei sein. Darüber hinaus nehmen die Lions, trotz der Verletzung von QB Donovan Isom, den Schwung aus dem 0:17 Auswärtssieg über die Berlin Adler und die damit gesicherte Playoffteilnahme mit in das Spiel gegen die Royals. Fakt ist aber auch, dass jeder Gegner der Potsdamer einen ziemlich perfekten Tag benötigen wird, um die Royals zu schlagen. Hinzu kommt, dass die Brandenburger gleichzeitig einen ziemlich gebrauchten Tag erwischen müssten.

Ausgeschlossen ist nichts, aber allen sollte klar sein, dass die Aufgabe für die New Yorker Lions am kommenden Wochenende eine sehr, sehr schwere ist.

 

Text: Torsten Morgenstern

Italienischer Vizemeister verstärkt die Lions

Bereits seit dem Spiel gegen die Rebels (03.08.) in Berlin, verstärkt der Italiener Niccolò Formosa die Wide Receiver Crew der New Yorker Lions. Der 21-jährige begann vor acht Jahren in seiner Heimat Florenz, im Team der Guelfi Firenze, mit dem American Football. Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung, nachdem er mit Fußball aufgehört hatte, sah er zufällig ein Video vom Superbowl XLVII und wollte umgehend selbst American Football Spieler werden.

Über das Jugendprogramm der Guelfi Firenze, fand der Student für „Moderne Sprachen“ an der Universität Florenz, den Weg in die erste italienische Liga und gewann mit den Florentinern in diesem Jahr die Vizemeisterschaft. In acht Spielen fing der 1,74 m große und 71 kg schwere Ballfänger,19 Bälle für 345 Yards Raumgewinn und drei Touchdowns. Bereits vor dem Start der Erima-GFL Saison 2024, kontaktierte Niccolò Formosa einige Teams und Coaches in Deutschland, erhielt aber nur wenige Rückmeldungen.

Einer derjenigen, welcher sich beim Italiener zurückmeldete, war Lions Headcoach Troy Tomlin und so kam es, dass der junge Wide Receiver im Juli zum Team der Braunschweiger stieß. Sein vorrangiges persönliches Ziel ist, als Spieler zu wachsen und zu lernen. In den ersten Trainingseinheiten und den Spielen gegen die Berlin Rebels sowie die Dresden Monarchs, stellte Niccolò Formosa fest, wie viel schneller, stärker und besser die GFL Spieler im Vergleich zu den meisten Spielern in der italienischen Liga sind.

Text: Holger Fricke / Bild: Tobias Fritz

werde NYL VIP des Tages mit COIN TOSS und Memory Picture

Das wird mal ein dickes Brett das es zu bohren gilt… Am 24.08. (Kick-off 16 Uhr) ist der amtierende deutsche Meister und die bisher einzig ungeschlagene Mannschaft der Erima GFL, die Potsdam Royals, zu Gast in Braunschweig.

American Football auf Spitzenniveau und Spannung sind also mal wieder garantiert. Und wo erlebt man das besser als aus der ersten Reihe…? Daher gibt es auch für dieses Heimspiel wieder die beiden begehrten Plätze auf der kultigen „VIP-Bank“ direkt am Spielfeldrand zu gewinnen.

Und anlässlich dieses Spitzenspieles legen wir traditionell noch etwas ganz Besonderes obendrauf, nämlich die Durchführung des Coin-Toss, also der Münzwurf vor Spielbeginn, darf exklusiv vom VIP des Tages durchgeführt werden. Mit Sicherheit ein „once-in-a-lifetime-moment“, der nur einmal pro Saison verlost wird.

Natürlich erhält der Gewinner auch dieses Mal ein hochwertiges Foto auf der Kultbank mit SEINEM Lieblingsspieler !! Das Foto wird dann in hochauflösender Qualität per Email direkt in der Folgewoche des Spieles zugestellt.

 

Das zu Gewinnende Rundum-Wohlfühl-Paket enthält also folgendes:

– der/die Gewinner/-in nebst einer Begleitperson genießt alle Annehmlichkeiten des VIP-Bereiches

– Einlauf der Mannschaften direkt auf dem Spielfeld erleben

– Durchführung des Coin-Toss vor Spielbeginn

– Spielverfolgung auf der kultigen VIP-Sitzbank direkt am Spielfeldrand

– Memory Picture auf eben der VIP Bank mit seinem/ihrem Lieblingsspieler im Anschluss an das Spiel

 

Mitmachen kann natürlich auch wieder jeder. Hierzu einfach die nachstehende Gewinnfrage beantworten und schon ist man bei der Verlosung mit dabei.

 

 

Alle Einsendungen die bis zum 23.08.2024 um 12 Uhr eingehen werden berücksichtigt. Der/die Gewinner/in wird am Freitag vor dem Spiel telefonisch benachrichtigt. Der Rechtsweg ist natürlich wie immer ausgeschlossen.

Wir wünschen allen Teilnehmern viel Glück und dem Gewinner anschließend viel Freude mit dem Gewinn.

ERIMA GFL WOCHE 15 – Lions sichern sich Playoff-Platz in Berlin

In einem bis zum Ende spannenden Spiel gegen die Berlin Adler, sichern sich die New Yorker Lions mit einem 0:17 (0:0; 0:3; 0:7; 0:7) Sieg, die vorzeitige Teilnahme an den Playoffs in der Erima-GFL 2024. Überschattet wurde der Sieg durch eine Verletzung von Quarterback Donovan Isom, der zum Ende des ersten Spielviertels, zur weiteren Behandlung mit dem Rettungsdienst ins Krankenhaus gebracht werden musste.

1st Quarter

Die Berlin Adler gewannen den Coin-Toss und entschieden sich für das erste Angriffsrecht. Von Beginn an war die Verteidigung der Lions im Spiel und lies den Gastgebern, um den ehemaligen Spielmacher der Braunschweiger, Hendrik Scharnbacher, wenig Platz zu agieren. Zwar konnten die Adler über ihr Laufspiel mit Chuka Okpalobi und Chrisman Kyei, Raumgewinn und ein First Down erzielen, doch nach einem Sack von OJ Thompson und Taavi Aronpää, war auf Höhe der 42 Yard Linie der Löwen Schluss. Nachdem Punt von Hendrik Scharnbacher bis auf die 21 Yard Linie der Lions, war es das Laufspiel über Tyrrell Bovelle, welches Braunschweig bis in die Hälfte der Hausherren brachte. Kurz vor dem ersten Seitenwechsel, wurde Donavan Isom bei einem eigenen Lauf verletzt und musste nach einer längeren Behandlung für weitere Untersuchungen, ins Krankenhaus gebracht werden. Als Quarterback übernahm ab sofort David Shafir das Kommando im Angriff.

2nd Quarter

Nach weiteren Läufen durch Tyrrell Bovelle sowie Passfängen von Luc Meacham und Lamar Jordan II, brachte Lions Kicker Luca Jeckstadt sein Team mit dem Beginn des zweiten Quarter, mit einem 32 Yard Fieldgoal mit 0:3 in Führung. Bis zur Mittellinie ging es für die Berlin Adler in ihrem nächsten Drive voran, doch war die Defense der Lions erneut auf der Höhe und konnte durch Lukas Baumann, der den Passversuch im ausgespielten vierten Versuch abwehrte, erneut den Vorwärtsdrang unterbinden. In guter Ausgangssituation auf Höhe der Mittellinie, begann die Offense um David Shafir ihren nächsten Angriff, der sie bis auf die 29 Yard Linie der Berliner führte. Dort unterlief dem jungen Spielmacher der Lions einer seiner wenigen Fehler, der zur einer Interception der Gastgeber durch Donavan Hayden führte. Zählbares sprang für die Adler aber nicht durch den Turnover heraus und nach einer weiteren herausragenden Abwehrleistung Braunschweigs, folgte der nächste Punt. Bei noch knapp zwei Minuten Spielzeit in der ersten Halbzeit, kamen auch die Lions dieses Mal nicht voran und wurden ebenfalls zum Punt gezwungen. Rechneten die Adler mit einem Punt durch Luc Meacham, nutzte dieser das Momentum aus, überraschte die gesamte Verteidigung der Hauptstädter und erlief mit einem 23 Yard Lauf ein neues First Down für sein Team. Am Spielstand zur Halbzeit änderte dieser Coup aber nichts, da kurz vor Ende des zweiten Viertels David Shafir bei einem eigenen Lauf den Ball verlor, der von der Defense der Gastgeber gesichert werden konnte.

3rd Quarter

Die zweite Halbzeit begann mit dem Kick-Off der Berlin Adler und einem Return von Gee Stanley bis an die 42 Yard Linie. Abermals war es das Laufspiel über Tyrrell Bovelle, was die Löwen bis an die 33 Yard Linie der Hausherren führte. Dort war Schluss und nach einem vierten vergeblich ausgespielten Versuch, übernahmen die Adler wieder den Ball. Weit ging es nicht, denn gleich der erste Pass von Hendrik Scharnbacher auf Maylan Bacher, endete in einem Fumble des Receivers der Adler und das freie Spielgerät wurde von Gee Stanley gesichert. Dieses Mal nahmen die Lions das Geschenk dankend an und David Shafir führte seinen Angriff souverän bis kurz vor die Berliner Endzone. Den Touchdown zum Ausbau der Führung auf 0:10 (PAT L. Jeckstadt) erzielte Fabian Rolfes, nach einem vier Yard Pass des Quarterbacks der Braunschweiger. Die Berlin Adler setzten jetzt alles auf eine Karte und griffen tief in die Trickkiste. Mit einem schönen Spielzug über Austin Okpalobi, ging es bis in die Spielfeldhälfte der New Yorker Lions und weiter bis an die 36 Yard Linie. Dort war es Taavi Aronpää, welcher mit einem Tackle für einen Raumverlust, im erneut ausgespielten vierten Versuch Berlins, sein Team wieder in Ballbesitz brachte.

4th Quarter

Damit ging es ins vierte und letzte Spielviertel. New Yorker Lions Headcoach Troy Tomlin setzte weiterhin hauptsächlich auf das Laufspiel auf Seiten der Offense. Dieses brachte die Lions bis tief in die Spielfeldhälfte der Adler. Dort unterlief David Shafir leider der zweite Fehlwurf des Tages und Berlin Adlers Verteidiger Ippokratis Georgiadis schnappte sich den Ball und trug ihn bis an die Mittellinie zurück. Wieder scheiterte die Offense der Adler an der starken Verteidigung der Löwen und musste erneut, unverrichteter Dinge nach vier Versuchen, das Spielfeld verlassen. Von der Mittellinie aus, starteten die New Yorker Lions nun den entscheidenden Drive, der das Spiel zu ihren Gunsten entscheiden sollte. Finn Oppermann mit einem 18 Yard Passfang und Arbeitstier Tyrrell Bovelle mit zwei Läufen, den letzten davon über 23 Yards zum 0:17 (PAT L. Jeckstadt), sicherten den Lions den Sieg und die Playoffs. Zwar kam die Offense der Berlin Adler nochmal auf das Feld, doch mussten sie sich auch in ihrem letzten Drive der Partie, der Defense der Löwen geschlagen geben.

Scoreboard

00:03     32 Yard Fieldgoal L. Jeckstadt
00:10       4 Yard TD-Pass D. Shafir auf F. Rolfes (PAT L. Jeckstadt)
00:17     23 Yard TD-Lauf T. Bovelle (PAT L. Jeckstadt)

 

Text: Holger Fricke / Bilder: Fabian Uebe

ERIMA GFL WOCHE 15 – “Quo Vadis“ – Berlin Adler?

Am kommenden Samstag (17. August), treffen die New Yorker Lions in ihrem letzten Auswärtsspiel der regulären Erima-GFL Saison, auf die Mannschaft der Berlin Adler. Die Voraussetzungen für eine spannende Partie im Berliner Poststadion (Kick-Off 17 Uhr), könnten dabei besser nicht sein. Sowohl für die Lions als auch für die Adler, steht die Playoff-Teilnahme auf dem Spiel. Könnten sich die Braunschweiger mit einem Sieg in der Hauptstadt, bereits rechnerisch die Playoffs sichern, müssen die Berlin Adler unbedingt einen Sieg erlangen, um noch im Playoff Rennen zu bleiben. Mit Blick auf die bisherige Saison, brauchen sich die Berlin Adler nicht zu verstecken. Zwar stehen sie mit „nur“ vier Siegen, bei fünf Niederlagen, aktuell auf Platz fünf in der Tabelle der GFL Nord, einen Platz hinter den New Yorker Lions, doch in allen Spielen zeigten sie gute Leistungen. Bestes Beispiel dafür war die Partie am vergangenen Wochenende gegen die Potsdam Royals, in dem die Adler lange Paroli bieten konnten und sich letztendlich nur knapp mit 15:29 geschlagen geben mussten. Im Angriff der Hauptstädter führt niemand anders als der in Braunschweig bestens bekannte, Hendrik Scharnbacher Regie.

Erst zu Beginn des Jahres entschied sich der Spielmacher dafür, nach Berlin zu wechseln und die Löwen zu verlassen. In den bisherigen Partien der Spielzeit 2024, glänzt er mit einem Raumgewinn von über 1.300 Yards aus Pässen und 12 Touchdowns, bei nur zwei Interceptions. Des Weiteren erlief er fünf weitere Scores selbst. Verletzungsbedingt musste er zwischenzeitlich zurückstecken, so dass Headcoach Zach Cavanaugh selbst das Kommando im Angriff übernahm. Den Quarterbacks der Berliner zur Seite, steht gleich ein ganzes Arsenal an gefährlichen Anspielstationen bzw. Runningbacks. Ein weiterer Bekannter in Braunschweig ist dabei Chuka Austin Okpalobi, welcher 2021 im Kader der Lions stand und nun bereits sein zweites Jahr im Jersey der Berliner aufläuft. Mit über 700 Yards Raumgewinn aus Passfängen und Läufen, ist der US-Amerikaner eine der wichtigen Anspielstationen in der Offense der Hauptstädter. Bester Mann mit Blick auf die erreichten Yards, als auch in Sachen Scores, ist das Berliner Eigenegewächs Chrisman Kyei. Sowohl als Runningback, als auch als Ballfänger, lässt er gegnerische Verteidigungsreihen regelmäßig verzweifeln. Dritter im Bunde der gefährlichsten Angriffswaffen im Kader der Berliner ist Wide Receiver Maylan Bacher, der mit knapp über 800 Yards Raumgewinn, auf Platz drei in der Gesamtstatistik auftaucht.

Auf Basis der Statistiken, ist die Achillesferse der Berlin Adler die Verteidigung. Insgesamt ließen die Gastgeber im Schnitt etwas mehr als 410 Yards / Spiel an Raumgewinn zu und belegen damit den letzten Platz unter allen Erima-GFL Teams. Doch Statistiken hin oder her, spiegeln diese nicht immer das reelle Bild und können Dinge verzerren. Bester Akteur in der Defense der Adler ist ohne Wenn und Aber US-Linebacker Donavan Haydan. Mit bisher 101 Tackle steht er unangefochten auf Platz eins unter allen Verteidigern der Liga. Bester Passverteidiger im Kader der Adler ist der Finne Iiro Pekkarinen. Mit bisher im Schnitt über 160 zugelassenen Yards bei Läufen des Gegners, liegt dort der „Schwachpunkt“ in der Defense der Berliner. Auch mit bisher nur vier erzielten Quarterback-Sacks, gibt es Verbesserungspotential.

Mit Blick auf die noch ausstehenden Spiele beider Mannschaften, müssen die Lions alles daransetzen, die Partie zu gewinnen. Mit einem Sieg sind sie sicher in den Playoffs und können nicht mehr vom vierten Tabellenplatz verdrängt werden. Bei einer etwaigen Niederlage wären sie punktgleich mit den Berlin Adler und würde durch den direkten Vergleich auf Platz fünf abrutschen und somit auch von den Playoff-Plätzen verdrängt werden. Zwar ist damit noch nichts vollständig verloren, doch Bedarf Schützenhilfe von anderen Teams, damit das Team von Headcoach Troy Tomlin noch aus eigener Kraft mit zwei Siegen, die Endrunde erreichen kann.

Die Berlin Adler haben mit den Kiel Baltic Hurricanes (31.08.2024) und den Berlin Rebels (07.09.2024) das vermeintlich leichtere Restprogramm im Gegensatz zu den ausstehenden Spielen für die Braunschweiger gegen die Potsdam Royals (24.08.2024) und den Hildesheim Invaders (08.09.2024).

Text: Holger Fricke

24.08.24 – Blaulichttag vs Potsdam Royals

Am 24.08.24 kommt der amtierende Deutsche Meister in das Eintracht-Stadion, die Potsdam Royals. Ungeschlagen und somit der stärkste Gegner der gesamten ERIMA GFL.

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Pre-Game Party

Ab 14.00 Uhr starten wir mit unserer Pre-Game Party auf dem Vorplatz. An diesem Tag wird unser medizinischer Partner, das Herzogin Elisabeth Hospital in Braunschweig, den Vorplatz rocken! Dazu gesellen sich die Polizei und die Feuerwehr Braunschweig, mit tollen Mitmach-Aktionen und diversen Fahrzeugen. Des Weiteren kommt die Bundeswehr zu Besuch, die ebenfalls eine starke Präsentation abliefern wird. Darüber hinaus haben wir noch weitere Partner die sich auf unserer Party zeigen werden, dazu informieren wir gesondert.

Kickoff

Um 16.00 Uhr starten wir dann mit dem besten Football in Europa. Dann dann heißt es wieder: „Stand up for the Football Heroes, WELCOME the NEW YORKER LIONS!“ Einen stärkeren Gegner hätten wir uns nicht aussuchen können. Also kommt ins Stadion, sonst verpasst Ihr was!

Starke Defense Leistung reicht Lions nicht zum Sieg

In einem, von beiden Verteidigungsreihen bestimmten Spiel, unterliegen die New Yorker Lions den Dresden Monarchs knapp mit 13:17 (0:7; 10:3; 0:0; 3:7) und beenden damit ihre über fünf Spiele andauernde Siegesserie. Knapp 1.500 Zuschauer im Stadion am Salzgittersee sahen eine spannende Partie, welche erst in den letzten Minuten zu Gunsten der Gäste entschieden wurde.

1st Quarter

Die Lions gewannen den Coin-Toss und entscheiden sich dafür den Ball zu empfangen. Dresdens Kicker Florian Finke begann das Spiel mit dem Kick-off und bescherte den Lions einen ersten Versuch an der eigenen 25 Yard Linie. Mit Pässen von Donovan Isom auf Luc Meacham und Läufen von Tyrrell Bovelle, als auch dem Spielmacher der Löwen selbst, ging es kontinuierlich bis an die 10 Yard Linie der Monarchs voran. Dort war dann Schluss für die Hausherren, den auch ein ausgespielter vierter Versuch, führte nicht zum Erfolg. Besser lief es für den Angriff der Dresden Monarchs in ihrer ersten Angriffsserie. Mit einer „No-Huddle“ Offense, ging es schnell bis tief in die Spielfeldhälfte der Lions voran. Zwar konnte die Abwehr der Braunschweiger immer wieder Druck auf Dresdens Spielmacher Brock Domann ausüben, doch schaffte es der US-Amerikaner sich aus der Umklammerung zu lösen oder eine Anspielstation zu finden. Letztendlich war es Monarchs Ballfänger Jordi Torrededia, der einen 20 Yard Pass seines Quarterback fing und zum 0:7 (PAT F. Finke) in die Endzone der Löwen einlaufen konnte. Die New Yorker Lions ließen sich davon nicht beeindrucken und Luc Meacham trug umgehend den Kick-off der Gäste, über 50 Yards bis in die Spielfeldhälfte der Monarchs zurück. Moritz Riedinger mit zwei Passfängen und Tyrrell Bovelle mit starken Läufen, brachten ihr Team bis kurz vor die Endzone der Dresdener.

2nd Quarter

Kurz nachdem Wechsel ins zweite Quarter war es Spielmacher Donovan Isom, der mit einem ein Yard Lauf, den 7:7 (PAT L. Jeckstadt) Ausgleich erzielte. Den Gästen gelang es zwar, speziell durch ihren Runningback Nico Barrow, im folgenden Drive erneut bis kurz vor die Endzone der Lions zu gelangen, doch die Abwehr von Defense Koordinator Dave Likins war hellwach und nach einem Quarterback-Sack durch OJ Thompson, blieb den Monarchs nur ein 25 Yard Fieldgoal durch Florian Finke zum 7:10 Zwischenstand. Nach einem kurzen Kick-off der Monarchs und einem Return von Braunschweigs Maximilian Wessel bis an die eigene 40 Yard Linie, führte ein weiterer Passfang von Moritz Riedinger und Läufe von Tyrrell Bovelle sowie Donovan Isom, die Lions bis an die 36 Yard Linie der Sachsen. Es folgte eine Schrecksekunde für die Löwen, nach einem Tackle gegen ihren Quarterback. Donovan Isom blieb auf dem Rasen liegen und konnte nur mit Unterstützung das Spielfeld verlassen. Als Spielmacher übernahm David Shafir, der mit Pässen auf Luc Meacham und einer Strafe gegen die Abwehr der Dresden Monarchs, wegen einem zu späten Angriff auf den Quarterback, sein Team bis an die 12 Yard Linie der Goldhelme voranbrachte. Dort übernahm Donovan Isom wieder das Ruder im Angriff und Luca Jeckstadt stellte final, mit einem 25 Yard Fieldgoal zum 10:10, den Halbzeitstand her.

3rd Quarter

Die zweite Halbzeit startete mit dem Kick-off von Luca Jeckstadt und einer Defense der Lions, welche den Angriff der Dresden Monarchs in ihre Grenzen wies und zum Punt aus der eigenen Hälfte zwang. Auf Höhe der eigenen 15 Yard Linie übernahmen die Löwen und trugen den Ball hauptsächlich mit Läufen über Tyrrell Bovelle und Donovan Isom, als auch Passfänge von Moritz Riedinger und Luc Meacham, bis an die 25 Yard Linie der Dresdener voran.

4th Quarter

Mit dem Wechsel in den vierten und letzten Spielabschnitt war es Luca Jeckstadt vorbehalten, mit einem 32 Yard Fieldgoal zum 13:10, sein Team erstmalig in Führung zu bringen. Zwar gelang es den Monarchs im Anschluss, bis kurz vor die Mittellinie zu kommen, doch Braunschweigs Verteidigung zwang sie mit einer starker Leistung, in den vierten Versuch. Die Dresdener Verantwortlichen entschieden sich diesen auszuspielen und sollten damit schlussendlich die Entscheidung vorbereiten. Monarchs spanischer Wide Receiver und Scorer des ersten Touchdowns der Partie, Jordi Torrededia, entwischte seinen Verteidigern und fing einen 41 Yard Pass seines Spielmachers Brock Domann, auf Höhe der 11 Yard Linie der New Yorker Lions. Den Score zum 13:17 (PAT F. Finke) erzielte Runningback Nico Barrow im Anschluss. Mit knapp neun Minuten auf der Spieluhr, erhielten die Hausherren wieder das Angriffsrecht. Abermals kamen die Lions, mit einem Mix aus Lauf- und Passspiel, bis tief in die Spielfeldhälfte der Monarchs voran. Doch ein Sack von Linebacker Taylor Pawelkowski auf Seiten Dresdens und eine Strafe gegen die Offense Line im ausgespieltem vierten Versuch, sorgten für einen weiteren Turnover und Ballverlust. Bei noch etwas mehr als drei Minuten Spielzeit, hatten die Gäste nun die Möglichkeit den Sack zu zumachen. Braunschweigs Abwehr hatte etwas dagegen und stoppte den Drive auf Höhe der Mittellinie. Somit erhielten die Lions eine weitere Chance bei verbleibenden zwei Minuten, das Spiel zu ihren Gunsten zu entschieden. Es gelang ihnen ein neuer erster Versuch durch einen schönen Catch von Fabian Rolfes, doch mit auslaufender Uhr und ohne Auszeiten, war dann kurz vor der Mittellinie Schluss. Die Dresden Monarchs mussten nur noch abknien und konnten dann ihren siebten Sieg, im achten Spiel der Saison, bejubeln.

Scoreboard

00:07     20 Yard TD-Pass B. Domann auf J. Torrededia (PAT F. Finke)
07:07       1 Yard TD-Lauf D. Isom (PAT L. Jeckstadt)
07:10     25 Yard Fieldgoal F. Finke
10:10     25 Yard Fieldgoal L. Jeckstadt
13:10     32 Yard Fieldgoal L. Jeckstadt
13:17     11 Yard TD-Lauf N. Barrow (PAT F. Finke)

 

Text: Holger Fricke

ERIMA GFL Woche 14 – Königlicher Besuch in Salzgitter

Wenn am kommenden Sonntag um 16 Uhr die New Yorker Lions im Stadion am Salzgittersee auf die Dresden Monarchs treffen, ist dies tatsächlich seit über 9 Jahren das erste Pflichtheimspiel der Braunschweiger Footballer, dass nicht im Braunschweiger Eintracht-Stadion stattfindet (ohne Finalspiele). Am 16.05.2015 hieß der Gegner im Eurobowl Paris Flash de la Courneuve und die Lions konnten ebenfalls im Stadion am Salzgittersee einen 37:14 Sieg feiern und am Ende des Turniers sogar den Eurobowltitel bejubeln.

 

Dass es am Sonntag in der Erima-GFL wieder so oder so ähnlich läuft, wollen die Dresden Monarchs natürlich unbedingt verhindern. Nachdem sie in der letzten Saison im Halbfinale etwas überraschend die Segel streichen mussten, galt der Focus sehr schnell der Vorbereitung auf dieses Jahr.

 

Dabei hatten die Sachsen durchaus erstmal einige prominente Verluste zu verkraften, denn mit QB Steven Duncan und WR Austin Mitchell zog es zwei der herausragenden Akteure des letzten Jahres in die ELF. Dazu kam dann noch die Rückkehr von Cheftrainer Paul Alexander in die USA, die allerdings von Anfang an so geplant war.

 

Die guten NFL-Kontakte des ehemaligen Head Coaches waren dann auch direkt der Schlüssel zur Verpflichtung von Greg Seamon als neuem Cheftrainer. Er kann auf über 45 Jahre Erfahrung im College Football und der NFL zurückgreifen und wenn man die bisherige Saison der Monarchs betrachtet, haben sie eine gute Entscheidung getroffen. Das weitere Trainerteam um Offense Coordinator Robert Cruse und Defense Coordinator Martin Schmidt ist unverändert zusammengeblieben, was natürlich ein wichtiger Faktor im Hinblick auf die kontinuierliche Arbeit mit dem Team ist.

 

Auf dem Feld selber haben sich bei den Sachsen viele Veränderungen ergeben. Bedingt durch Zugänge aus der eigenen Jugend, der Region und neue Imports, haben die Dresdener rund 30 neue Spieler in ihren Kader aufgenommen.

 

Natürlich ist der neue US-QB Brock Domann in diesem Kreis einer der herausragenden Akteure. Er spielte auf höchstem College Niveau und lieferte dort bereits gute Leistungen ab. Auch in der GFL gehört er zu den Topleuten auf seiner Position. Mit bisher knapp 2.100 erworfenen Metern Raumgewinn und 16 Touchdownpässen, sowie weiteren gut 250 Metern Raumgewinn und 6 Touchdowns aus eigenen Läufen ist der Mann eine Gefahr für jedes gegnerische Team.

 

Bei den Anspielstationen für ihn haben die Monarchs offensichtlich großen Wert auf internationale Topleute gelegt. Neben US-WR Ricky Smalling und US-TE Ethan Janto fanden auch der britische WR Max Gracie-Ainscough und der spanische Passempfänger Jordi Torrededia als Nationalspieler ihrer Länder den Weg nach Sachsen. Leider verletzten sich sowohl Max Gracie-Ainscough wie auch Ethan Janto im Spiel bei den Potsdam Royals schwer. Während die Monarchs bei Janto von einer baldigen Rückkehr ausgehen, ist für Gracie-Ainscough die Saison definitiv zu Ende. Als Ersatzmann wurde sehr schnell der Portugiese Pedro Rosa von Blue Star Marseille verpflichtet.

 

Tatsächlich sind Ricky Smalling und Jordi Torrededia was die Passempfänger der Monarchs angeht, das Maß aller Dinge. Beide haben zusammen bisher knapp 1.250 Meter Raumgewinn und 11 Touchdowns erzielt. Die Lions sind gut beraten, diesem Duo volle Aufmerksamkeit zu widmen, denn ansonsten sieht man von den beiden nur noch die sprichwörtlichen Rücklichter.

 

Im Laufspiel der Sachsen herrscht hingegen Kontinuität, denn mit den RBs Nico Barrow und Yazan Nasser blieben die Leistungsträger des letzten Jahres bei den Monarchs auch in der laufenden Saison an Bord und konnten bisher rund 460 Meter Raumgewinn und 4 Touchdowns beitragen. Mit Blick auf den eher passorientierten Angriff der Sachsen sind auch das sehr solide Werte.

 

An vorderster Abwehrfront agieren mit US-Mann Michael Badejo und dem Briten Lamonte McDougle echte Schwergewichte, die darüber hinaus auch noch eine Menge College Erfahrung mitbringen. Leider erlitt Michael Badejo beim Spiel in Kiel einen komplizierten Armbruch und kann daher vorerst nicht auflaufen. Ergänzt wird das Paket durch LB Logan Mobelini und die DBs Eero Vaija und Lucas Masero, die aus Finnland bzw. Spanien nach Dresden kamen.

 

Einzig bei den Linebackern scheint der US-Mann Dimitri Moore nicht so richtig angekommen zu sein, denn von ihm trennten sich die Sachsen bereits Anfang Juni wieder. Für die Monarchs aber offensichtlich kein großes Problem, denn sie konnten mit dem Polen Taylor Pawelkoski und dem Briten Bhavya Gandhi schnell für Ersatz sorgen. Last not least steht mit Chris Noack auch noch ein sehr guter deutscher Linebacker weit oben in den Statistiken.

 

Die bisherige Saison der Monarchs kann man ziemlich kurz zusammenfassen: 7 Spiele, davon 6 klare Siege. Und mit dem Punktgewinn vom letzten Wochenende gegen die Hildesheim Invaders liegen die Sachsen im Rennen um Tabellenplatz 2 in der Erima-GFL Nord und damit das Heimrecht im Playoff-Viertelfinale jetzt auch vorne. Nur die ‚unvermeidliche‘ Niederlage gegen die Potsdam Royals trübt ein wenig die bisherige Bilanz.

 

Gelingt den Monarchs am Sonntag in Salzgitter ein Sieg gegen die Lions, sichern sie den frisch eroberten 2. Tabellenplatz zusätzlich ab und hätten dank des gewonnenen direkten Vergleichs mit den Invaders bereits eine Art kleines ‚Polster‘ für das oben erwähnte Heimrecht aufgebaut.

 

Für die New Yorker Lions bleibt es nach dem Sieg gegen die Berlin Rebels vom letzten Wochenende wichtigste Aufgabe, den 4. Tabellenplatz im Norden zu verteidigen. Da wäre ein Erfolg gegen Dresden natürlich mehr als hilfreich.

 

Wirklich entscheiden wird sich das Rennen um die Playoffplätze im Norden aber erst in den Wochen danach, wenn mit den Berlin Adlern, den Potsdam Royals und den Hildesheim Invaders weitere sehr schwere Spiele auf die New Yorker Lions zukommen und auch einige andere potentielle Playoffteams noch durchaus anspruchsvolle Restprogramme zu absolvieren haben.

 

Text: Torsten Morgenstern

New Yorker Lions erkämpfen sich Sieg in Berlin

In einem erwarteten harten Spiel im Berliner Mommsenstadion, bezwingen die New Yorker Lions die Berlin Rebels mit 14:28 (7:0; 0:7; 0:14; 7:7) und festigen mit dem fünften Sieg in Folge, den vierten Platz und ihre Play-Off Ambitionen, in der Tabelle der Erima GFL Nord.

1st Quarter

Die Lions gewannen den Coin Toss und entschieden sich für den Kick-Off der Partie. Berlins Rooby Kendall trug den Ball bis knapp an die 40 Yard Linie zurück und gab seinem Team somit eine gute Ausgangssituation. Mit Läufen über Jakob Michaelsen und Pässen von Spielmacher Tyquell Fields auf seine Passfänger Lewis Kirby und Niklas Freund, ging es bis an die 14 Yard Linie der Braunschweiger voran. Tyquell Fields vollendete den Drive mit einem 11 Yard Lauf zur 7:0 (PAT K. Cain) Führung der Gastgeber. Die New Yorker Lions begannen ihren ersten Angriffsdrive, nach einer Strafe beim Kick-Off Return, an der neun Yard Linie tief in der eigenen Spielfeldhälfte. Mit Läufen von Tyrrell Bovelle und Donovan Isom, sowie einen 49 Yard Passfang von Luc Meacham, ging es schnell bis in die Hälfte der Rebels. Ein weiterer Catch von Luc Meacham sowie Läufe vom Lions Spielmacher Donovan Isom, brachten sie bis knapp vor die Endzone der Hausherren. Doch dank einer hellwachen Berliner Verteidigung und einer weiteren Strafe gegen die Löwen, war mit dem Vorwärtsdrang Schluss und nach einem nicht erfolgreichen vierten Versuch, übernahm der Angriff der Hauptstädter wieder das Angriffsrecht.

2nd Quarter

Konnten sich die Berlin Rebels noch im ersten Drive gegen die Defense der Lions durchsetzen, gelang dieses Unterfangen zu Beginn des zweiten Quarter nicht. Nach nur wenigen Spielzügen folgte der Punt der Rebels durch den ehemaligen Braunschweiger David Beale, der seit kurzem die Offense Line der Rebels verstärkt. Bei der Annahme des Punts unterlief dem sonst zuverlässigen Luc Meacham ein Fehler, so dass er den Ball verlor. Dieser wurde an der 27 Yard Linie Braunschweigs von den Gastgebern gesichert. Doch in hervorragender Ausgangsituation, unterlief Rebels Spielmacher Tyquell Fields ebenfalls ein Fehler und der Passversuch auf seine Anspielstation Austin Osborne geriet zu kurz und landete in den Armen von New Yorker Lions Passverteidiger Felix King. Von der eigenen zwei Yard Linie machte sich die Offense um Donovan Isom auf den Weg, den Ausgleich herzustellen. Yard um Yard ging es Richtung Berliner Endzone, wobei nicht nur das Laufspiel um Tyrrell Bovelle für Raumgewinn sorgte, sondern auch Lamar Jordan II, Luc Meacham und Tjard Müggenburg mit Passfängen, ihr Team bis kurz vor die Berliner Endzone brachten. Den 7:7 (PAT L. Jeckstadt) Ausgleich, stellte Marc Kaufmann mit einem Lauf über vier Yards her. Mit diesem Spielstand ging es in die Halbzeitpause, da beide Teams keine weiteren Punkte mehr erzielten. Zwar hatte Braunschweigs Kicker Luca Jeckstadt mit einem Fieldgoalversuch aus 39 Yards weitere Punkte auf dem Fuß, doch der Ball ging links an den Torstangen vorbei.

3rd Quarter

Die zweite Spielhälfte begann mit dem Kick-Off Return durch Luc Meacham und einem ersten Versuch von der eigenen 39 Yard Linie. Tyrrell Bovelle, Donovan Isom, Loan Kuci und Luc Meacham, brachten den Ball bis an die zwei Yard Linie der Berlin Rebels. Tyrrell Bovelle sorgte mit einem Lauf zum 7:14 (PAT L. Jeckstadt), für die erste Führung der Löwen. Der folgende Drive der Rebels endete in einem Punt und auch die New Yorker Lions mussten sich via Punt, von ihren Angriffsbemühungen trennen. Der Punt der Lions durch Luc Meacham hatte aber nicht den Ausgang, den sich die Berlin Rebels wünschten. Robby Kendall konnte den Ball nicht festhalten und das freie Spielgerät rollte, unterstützt vom Braunschweiger Special Team, Richtung Endzone der Rebels. Final sicherte Leon Rönicke für sein Team den Ball zum Touchdown und zum Ausbau der Führung auf 7:21 (PAT L. Jeckstadt), in der Endzone der Hausherren. Die Braunschweiger Verteidigung lief jetzt zur Höchstform auf und brachte immer mehr Druck auf den Quarterback der Rebels.

4th Quarter

Jacob Kaiser und Miche Vanderkerkhof sorgten jeweils mit einem Sack für Raumverlust und zwangen letztendlich die Gastgeber, mit dem Beginn des vierten und letzten Spielviertels, erneut zum Punt. Tief in der eigenen Spielfeldhälfte tat sich der Angriff der Lions schwer und musste sich nach nur wenigen Spielzügen wieder vom Angriffsrecht trennen. Der Punt geriet zu kurz und führte zu einer neuen Angriffsserie der Berliner in bester Position, auf Höhe der 30 Yard Linie der Braunschweiger. Dankend nahmen die Hausherren das Geschenk an und verkürzten den Rückstand kurze Zeit später mit einem 15 Yard Passfang von Jakob Michaelsen auf 14:21 (PAT K. Cain). Den Anschlusstouchdown nahm der Angriff der New Yorker Lions als Weckruf und machte sich in Person von Tyrrell Bovelle auf den Weg, den alten Punkteabstand wiederherzustellen und das Spiel zu ihren Gunsten zu sichern. Ganze sechs Spielzüge benötigte der Runningback der Löwen, um final mit einem neun Yard Lauf die Führung für sein Team auf 14:28 (PAT L. Jeckstadt) auszubauen. Mit noch etwas mehr als zwei Minuten Spielzeit, versuchten die Berlin Rebels noch einmal alles, zu punkten. Dieses Unterfangen wusste aber die Defense der Lions zu unterbinden und ließ die Hausherren nicht mehr in die Nähe ihrer Endzone. Schlussendlich knieten die New Yorker Lions das Spiel mit auslaufender Uhr ab.

 

Leon Rönicke erobert einen missglückten Puntreturn zum Tocuhdown. Foto: Fabian Uebe
Die Defense um Maximillian Wessel ließ in Halbzeit 2 kaum Raumgewinn zu. Foto: Fabian Uebe
Gee Stanley verhindert weiteren Raumgewinn. Foto: Fabian Uebe
Tyrell Bovelle war nicht zu stoppen. Foto: Fabian Uebe

Scoreboard

07:00    11 Yard TD-Lauf T. Fields (PAT K. Cain)

07:07      4 Yard TD-Lauf M. Kaufmann (PAT L. Jeckstadt)

07:14      2 Yard TD-Lauf T. Bovelle (PAT L. Jeckstadt)

07:21    Fumble Recovery in Endzone L. Rönicke (PAT L. Jeckstadt)

14:21    15 Yard TD-Pass T. Fields auf J. Michaelsen (PAT K. Cain)

14:28      9 Yard TD-Lauf T. Bovelle (PAT L.Jeckstadt)

 

Text: Holger Fricke / Bilder: Fabian Uebe